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Gastroenterologie 26. März 2014

Fallbericht eines Verschlussikterus durch Autoimmunpankreatitis und Überblick der aktuellen Literatur

Ein 33-jähriger Mann wurde mit Ikterus, einer milden Pankreatitis und leichtem Gewichtsverlust vorstellig. Die bildgebenden Untersuchungen ergaben einen distalen Gallengangsverschluss und einen malignomverdächtigen Pankreaskopftumor. Neben der Vergrößerung des Kopfes fiel auch eine Veränderung des übrigen Pankreasparenchyms auf, sodass die Möglichkeit einer Autoimmunpankreatitis in Betracht gezogen wurde. Die EUS Punktion ergab Pankreasgewebe mit lymphoplasmozytärer Entzündung und Fibrose. Die IgG4 Konzentration im Serum lag im Normbereich. Aufgrund der benignen Histologie wurde eine Probetherapie mit Prednisolon begonnen. Die radiologischen Veränderungen besserten sich innerhalb von 2 Wochen, wodurch die Diagnose einer Autoimmunpankreatitis erhärtet wurde. Der Gallengangsverschluss und die radiologischen Pankreasveränderungen bildeten sich nach einer 4-monatigen Cortisontherapie komplett zurück. In einer Nachbeobachtungszeit von 10 Monaten trat kein Rezidiv auf. In Zusammenhang mit diesem Fallbericht wird ein Überblick über die neueste Literatur und eine Zusammenfassung des internationalen Konsens zur Diagnose einer Autoimmunpankreatitis gegeben.

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