zur Navigation zum Inhalt
 
Gastroenterologie 26. März 2014

Vorgehen bei zystischen Läsionen im Pankreas

Durch die Entwicklung und Verfügbarkeit neuer Bildgebungsverfahren werden zystische Läsionen des Pankreas häufiger diagnostiziert. Die Prävalenz steigt mit dem Alter an. Intraduktale papilläre muzinöse Neoplasien (IPMN), muzinöse zystische Neoplasien (MCN), seröse zystische Neoplasien und solid pseudopapilläre Neoplasien (SPN) machen 95 % des Spektrums der zystischen Neoplasien aus. Die diagnostischen Maßnahmen zielen darauf ab neoplastische von nicht neoplastischen zystischen Läsionen und seröse von muzinösen Läsionen zu unterschieden, da diese ein unterschiedliches malignes Potential aufweisen. In der Mehrzahl der Fälle werden zystische Läsionen zufällig durch CT und MRT Untersuchung entdeckt. Unserer Erfahrung nach sind die MRT/MRCP und der endoskopische Ultraschall komplementäre diagnostische Methoden. Bei unklaren Fällen kann die durch Punktion gewonnene Zystenflüssigkeit untersucht werden. Die häufigste Läsion ist die IPMN. Die MRT/MRCP erlaubt die Detektion der Zahl der zystischen Läsionen, die Beziehung zum Pankreashauptgang und die Größe der Läsion. Der endoskopische Ultraschall ist in der Erkennung muraler Knoten und der Beziehung der Läsion zum Pankreashauptgang bei Seitengang-IPMNs überlegen. MCN, SPN und Hauptgang-IPMNs sowie Seitengang-IPMNs mit Hochrisikozeichen sollten reseziert werden. Asymptomatische Seitengang-IPMNs ohne murale Knoten, ohne Hauptgangbeteiligung und einer Größe von kleiner 3 cm können überwacht werden.

Univ.-Prof. Dr. med. Roland Schmid, Priv. Doz. Dr. med Jens T. Siveke, Wiener Medizinische Wochenschrift 3/4/2014

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben