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Gastroenterologie 27. Jänner 2014

Nicht-interventionelle Studie zur Evaluierung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Rifaximin in der Therapie der unkomplizierten Divertikelerkrankung

Patienten mit symptomatischer unkomplizierter Divertikelerkrankung repräsentieren eine Krankheitsentität der Divertikelerkrankung mit chronisch rekurrierenden Symptomen, jedoch dem Fehlen einer wesentlichen Entzündung im Kolon im Unterschied zu Patienten mit akuter Divertikulitis.

Die vorliegende nicht-interventionelle Studie untersuchte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Rifaximin, einem nicht-absorbierbaren Breitbandantibiotikum, in der zyklischen Anwendung bei Patienten mit symptomatischer unkomplizierter Divertikelerkrankung. 193 niedergelassene Internisten, Chirurgen sowie Allgemeinmediziner in ganz Österreich haben an der Studie teilgenommen.

Von den teilnehmenden Ärzten wurden 1.003 Patienten mit symptomatischer Divertikelerkrankung eingeschlossen, welche in Zyklen von 7–10 Tagen pro Monat mit Rifaximin behandelt wurden. Der Beobachtungszeitraum betrug 3 Monate.

Patienten mit Zeichen einer schweren Entzündung oder Symptomen vereinbar mit akuter Divertikulitis, waren von der Studie ausgeschlossen.

Über den Behandlungszeitraum von 3 Monaten kam es zu einer signifikanten Reduktion aller erhobenen Symptome der Divertikelerkrankung, wie abdominale Schmerzen, Diarrhoe und Flatulenz.

Insgesamt wurden 24 unerwünschte Wirkungen bei 20 Patienten detektiert. Davon wurden 6 unerwünschte Wirkungen in einem kausalen Zusammenhang zur Studienmedikation gesehen (0,6 %).

Zusammenfassend konnte in dieser nicht-interventionellen Studie eine gute Effektivität und Toleranz von Rifaximin in der Behandlung der symptomatischen unkomplizierten Divertikelerkrankung bei Patienten im niedergelassenen Bereich festgestellt werden.

Dr. Sylvia Stallinger, Dr. Norbert Eller, ao. Univ. Prof. Dr. Christoph Högenauer, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2014

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