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Gastroenterologie 16. September 2013

Sofort operieren

Patienten, die an einer akuten Gallenblasen-Entzündung leiden, sollten umgehend operiert werden.

Zu diesem Schluss kommt die ACDC-Studie (Acute Cholecystitis-early laparoscopic surgery versus antibiotic therapy and Delayed elective Cholecystectomy) und beendet damit eine langjährige Kontroverse. Eine spätere Operation nach mehrwöchiger Behandlung mit Antibiotika hat demnach keine Vorteile. Nach einer Operation innerhalb von 24 Stunden haben die Patienten weniger Komplikationen, sind früher wieder fit und können das Krankenhaus schneller verlassen.     

Die ACDC-Studie wurde an mehreren Zentren in Deutschland gemeinsam von Chirurgen und Internisten durchgeführt. Sie ist die erste klinische Studie, die beide Therapieansätze – frühe und verzögerte Operation – prospektiv bei zwei großen Gruppen, jeweils rund 300 Patienten, nach zufälliger Gruppenzuteilung untersucht hat.

Die Therapie-Ergebnisse wurden 75 Tage nach der Operation analysiert: Bei einer frühzeitigen Operation gab es signifikant weniger Beschwerden und Komplikationen (11,8 Prozent) als bei dem zunächst konservativen Vorgehen (34,4 Prozent). Auch aus ökonomischen Gesichtspunkten spricht vieles für eine frühzeitige Entfernung der Gallenblase: Die unverzüglich operierten Patienten blieben im Durchschnitt nur 5,4 Tage in der Klinik im Gegensatz zu den später operierten Patienten, bei denen der Aufenthalt im Durchschnitt 10 Tage betrug. Dies schlug sich in den deutlich niedrigeren Krankenhauskosten nieder (2.919 versus 4.262 Euro). Das Fazit der Autoren: „Aufgrund dieser Ergebnisse glauben wir, dass die sofortige minimal-invasive Entfernung der Gallenblase die Therapie der Wahl für die akute Cholezystitis bei allen operablen Patienten werden sollte.“

Gutt C et al.: Acute Cholecystitis – Early Versus Delayed Cholecystectomy, A Multicenter Randomised Trial, Annals of Surgery 2013; 258 (3): 385–393

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