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Abb. 1: Erster Schritt in der Behandlung des Refluxes ist die Erfassung des Krankheitswerts.
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Gastroenterologie 27. November 2012

Exzellenz für Refluxkrankheit

Nicht nur die Symptome, sondern die Ursache behandeln.

Die Ursache für Sodbrennen und Reflux sollte die Therapie bestimmen. Meist werden jedoch nur die Symptome bekämpft. Mit einem neuen Diagnose- und Therapiezentrum unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Martin Riegler will man der Ursache nun gezielt auf den Grund gehen und die genau passende Therapie anbieten. Dazu zählt auch, bei entsprechender Indikation, eine neue Methode, den unzureichend schließenden Ösophagus-Sphinkter zu unterstützen. Das Reflux Medical-Zentrum in der ehemaligen Poliklinik in Wien 9 bietet umfassende Patientenbetreuung in Partnerschaft mit den niedergelassenen Ärzten.

Den Fokus auf die Refluxkrankheit sieht Riegler in dem neuen interdisziplinären Exzellenzzentrum als wesentlichen Vorteil: „Die Krankheit präsentiert sich in so vielen verschiedenen Formen und ist sehr komplex, daher ist eine hohe Expertise gefordert.“ Die Themen Reflux und Gastrooesophagealer Reflux sind für den Chirurgen seit mehr als 20 Jahren Schwerpunktthema seiner Arbeit an der Univ.-Klinik für Chirurgie in Wien. Mit dem von ihm entwickelten ganzheitlichen Konzept der RM-Methode steht bei Reflux Medical die erste individualisierte, Lebensqualitätsbasierte Methode zur Diagnostik und Therapie der Refluxerkrankung zur Verfügung. „Zudem“, so Riegler, „ermöglicht die RM-Methode eine wirksame Vorsorge gegen Speiseröhrenkrebs.“

Saures Aufstoßen, Sodbrennen, aber auch Heiserkeit, Husten, Asthma, Halsschmerzen sowie Kiefer- und Ohrenschmerzen können Refluxsymptome sein. 20 bis 30 Prozent aller Österreicher sind davon betroffen. In der Mehrheit der Fälle wird eine medikamentöse Säureunterdrückung als Behandlung eingesetzt. Aber die Kontrolle der Symptome verführt dazu, der Ursache nicht weiter nachzugehen. Damit besteht das Risiko, krankhafte Veränderungen der Schleimhaut und damit auch Krebsvorstufen zu übersehen. „90 Prozent der Patienten, die am Ösophaguskarzinom versterben, wurden, nicht getestet,“ berichtet Univ.-Prof. Dr. Para Chandrasoma, Pathologe am Krankenhaus der University of Southern California und forderte: „Wir brauchen eine Standardisierung für Diagnose und Therapie!“

Diesen Stufenplan bietet die RM-Methode von Riegler. Beginnend mit der Feststellung der Krankheitswertigkeit in einem individuellen Beratungsgespräch zu den aktuellen Lebensumständen und der Analyse des akuten Gesundheitszustands schließen sich weitere diagnostische Schritte an: Die Endoskopie der Speiseröhre, die Messung des Drucks im Ösophagus und die Refluxmessung – „nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit den besten auf dem Markt erhältlichen Geräten durchgeführt“, wie Riegler erklärt.

In der Behandlung des Refluxes spielt die Lebensstiländerung eine ebenso große Rolle, wie die medikamentöse Behandlung oder die operative Wiederherstellung des Antirefluxventils, die Fundoplicatio. Alle diese Eingriffe können minimalinvasiv durchgeführt werden. Liegt eine Gewebeveränderung mit Krebsrisiko in der Speiseröhre vor, kann diese mittels Radiofrequenzablation entfernt werden. Eine ziemlich neue Möglichkeit zur Wiederherstellung des Magenschließmuskels ist die Linx®-Methode, bei der ein magnetischer Ring aus Titanperlen um den Ausgang der Speiseröhre gelegt wird und im Ruhezustand den Oesophagus gegen den Magen schließt. Nur zur Nahrungsaufnahme öffnen sie den Ausgang der Speiseröhre. Diese Methode führt bei 85 bis 90 Prozent der Behandelten zur Beschwerdefreiheit auch noch drei Jahre nach der Operation.

Da Übergewicht eine der Ursachen für die Refluxkrankheit ist, ist auch eine Ernährungsberatung im Therapiekonzept der RM-Methode integriert. In manchen Fällen kann eine Unterstützung mit einem Magenballon angeboten werden, mit dem man innerhalb von drei bis vier Monaten 40 bis 50 Prozent des Übergewichts abnehmen kann. Der Ballon ist viel kleiner als bisher verwendete Modelle, dockt am Fundus des Magens an und verringert über die Regulation des Hormons Ghrelin das Hungergefühl. Nach drei Monaten kann der Ballon endoskopisch wieder entfernt werden.

Für niedergelassene Ärzte möchte Reflux Medical als Kompetenzpartner fungieren. Der Patient wird nach erfolgreicher Behandlung wieder zurück an den Hausarzt übergeben.

In Kürze
Reflux Medical Diagnose und Therapiezentrum
Mariannengasse 10
1090 Wien
Tel.: 01/33 66 565
Informationen: www.refluxmedical.com

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