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Gastroenterologie 1. August 2011

Pneumatosis Coli – Eine unterschätzte klinische Differenzialdiagnose in der Abgrenzung neoplastischer Veränderungen

Die Pneumatosis (cystoides) intestinalis kann überall im Gastrointestinaltrakt auftreten und ist durch Lufteinschlüsse in der Darmwand definiert. In Abhängigkeit von der Ursache kann die Prognose gut oder lebensbedrohlich sein: die häufigsten Auslöser sind infektiöse und medikamentös-toxische Kolitis, nekrotisierende Enterokolitis, Ischämie sowie vorausgegangene endoskopische Untersuchungen. Wir stellen zwei Fälle von asymptomatischer Pneumatosis coli vor, die in einem Fall primär an ein Polypose-Syndrom, im anderen an ein Malignom denken ließen. Beide Fälle wurden durch Schlingenpolypektomie oder Hemikolektomie histologisch verifiziert. Die Differenzialdiagnose und klinische Signifikanz der Pneumatosis (cystoides) intestinalis werden ausführlich diskutiert. Die Stellung der korrekten Diagnose, basierend auf Endoskopie, Computertomographie und Histologie, ist unabdingbar für die Therapie Betroffener und dient der Vermeidung unnötiger chirurgischer Eingriffe.

Karin Amrein, Christoph Högenauer, Christopher Spreizer, Ekkehard Spuller, Cord Langner, Wiener klinische Wochenschrift 15/16/2011

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