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Foto: fotodienst.at /Anna Rauchenberger – Wien
Dr. Günther Wawrowsky Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer
 
Gastroenterologie 7. Juni 2011

CED: Neue Initiative gegründet

Verbesserungen für 80.000 Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gefordert.

Um in Zukunft eine adäquate CED-Betreuung der Bevölkerung in ganz Österreich zu sichern, hat die Österreichische Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung ÖMCCV gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie ÖGGH die Initiative „darm+ CED-Initiative Österreich“ gegründet.

 

Ziele der Initiative sind Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit zu betreiben, um der Tabuisierung von CED entgegenzuwirken, Initiativen zu setzen, um die Versorgung gemeinsam mit den Partnern im Gesundheitswesen auf ein Optimum zu bringen, strukturelle Maßnahmen zu etablieren, um die Patienten möglichst wohnortnahe rasch zu diagnostizieren und zu therapieren sowie Ursachenforschung zu betreiben und die dafür notwendigen finanziellen Mittel zu lukrieren. Dabei gilt es insbesondere den Spitalsbereich und niedergelassene Ärzte in die Patientenbetreuung einzubeziehen. Dr. Günther Wawrowsky, Facharzt für Innere Medizin, Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, zur neuen Initiative darm+: „Jede gemeinsame Anstrengung, die zu einer Verbesserung der derzeitigen mangelhaften Versorgungslage bei CED führt, ist hoch willkommen. Als Ärztekammer sind wir in intensiven Gesprächen mit dem Ministerium, um eine sechsjährige Ausbildung zum Allgemeinmediziner zu entwickeln, wie sie europaweit üblich ist. Das wären nachhaltige und zielführende Schritte, durch die man das Problem der langwierigen Diagnose bei CED auf Dauer wahrscheinlich gut in den Griff bekommen würde.“

In Österreich leiden derzeit bis zu 80.000 Menschen an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass die Patienten mit CED immer jünger werden. Viele Neuerkrankte sind Kinder oder Jugendliche. Der Leidensweg der Betroffenen bis zur richtigen Diagnose ist lang.

 

Quelle: Initiative „darm+ CED-Initiative Österreich“

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