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Wer das Rauchen aufgibt, senkt das Risiko für Ösophaguskazinome.
 
Gastroenterologie 10. Mai 2011

Rauchstopp schützt die Speiseröhre

Zigarettenrauchen zeigte in einer Studie eine klare Assoziation mit einem erhöhten Risiko für Adenokarzinome sowohl der Speiseröhre als auch des ösophagogastralen Übergangs. Je länger der Rauchstopp zurücklag, umso stärker reduzierte sich das Risiko für diese Karzinome.

Die gepoolte Analyse der Primärdaten von zehn populationsbasierten Fall-Kontroll-Studien und zwei Kohortenstudien untersuchte den Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum und Ösophaguskarzinom. Es handelte sich um Patienten mit Adenokarzinom des Ösophagus (n = 1,540) bzw. des ösophagogastralen Übergangs (n = 1.450). Ihnen wurden 9.453 in Alter und Geschlecht entsprechende Kontrollen gegenübergestellt. Über alle Studien hinweg ergab sich eine starke Assoziation von Zigarettenkonsum und allen erfassten Adenokarzinomen (Odds Ratio [OR] 2,08; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,83–2,37) ebenso wie nur der Ösophaguskarzinome (OR 1,96; 95 %-KI 1,64–2,34) oder nur der Adenokarzinome des ösophagogastralen Übergangs (OR 2,18; 95 %-KI 1,84–2,58). Der Effekt war auch signifikant abhängig von der Zahl der Packungsjahre (p < 0,001). Wer nicht mehr rauchte, wies demgegenüber wieder ein niedrigeres Risiko auf, und zwar umso deutlicher, je länger der Rauchstopp zurücklag: Wer seit weniger als zehn Jahren auf den blauen Dunst verzichtete, hatte im Vergleich zu aktuellen Rauchern ein um 18 Prozent reduziertes Risiko, bei zehn und mehr Jahren war es schon um 29 Prozent verringert. Wer jemals geraucht hatte, wies aber immer noch ein gegenüber lebenslangen Nichtrauchern erhöhtes Risiko auf.

Cook MB et al.: Journal of the National Cancer Institute 2010; 102: 1344–53; doi: 10.1093/jnci/djq289

SpringerMedizin.de/PH, Ärzte Woche 19 /2011

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