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Foto: photos.com
Der einmalige Blick ins Innere des Darms konnte Leben retten.
 
Gastroenterologie 5. Mai 2010

Reicht eine Sigmoidoskopie?

Darmkrebs-Screening

Britische Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass eine einmalige flexible Sigmoidoskopie im Alter zwischen 55 und 64 Jahren die Darmkrebsinzidenz und -mortaliät deutlich reduzieren kann.

170.432 Menschen, die einer Einladung zu einer flexiblen Sigmoidoskopie zugestimmt hatten, wurden in eine randomisierte, kontrollierte Multicenterstudie eingeschlossen. Mit einem Teil von ihnen wurde ein Termin vereinbart, die Kontrollgruppe wurde nicht kontaktiert. Primäre Endpunkte waren die Inzidenz von kolorektalen Karzinomen und Mortalität durch Darmkrebs. Schließlich konnten Daten von 40.674 gescreenten Personen und von 112.939 Probanden der Kontrollgruppe analysiert werden. Innerhalb von 11,2 Jahren wurde bei 2.524 Teilnehmern eine Darmkrebsdiagnose gestellt: 1.818 in der Kontrollgruppe, 706 in der Testgruppe. An Darmkrebs starben in der Kontrollgruppe 538 Personen und 189 in der Testgruppe. Die Intention-to-treat-Analyse ergab in der Screening-Gruppe eine Senkung der Darmkrebsinzidenz um 23 Prozent und der Mortalität um 31 Prozent. Die Per-Protocol-Analyse ergab eine Reduktion der Inzidenz um 33 Prozent und der Mortalität um 43 Prozent. Die Inzidenz von Sigma- und Rektumkarzinomen wurde um die Hälfte reduziert.

Quelle: Atkin, W. S. et al.: The Lancet 2010; doi: 10.1016/S0140-6736(10)60551-X

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