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Gastroenterologie 1. März 2010

Hypoxic hepatitis – epidemiology, pathophysiology and clinical management

Hypoxische Hepatitis (HH) – auch unter den Bezeichnungen ichämische Hepatitis oder Schockleber bekannt – ist durch eine zentrilobuläre Leberzellnekrose und einen fulminanten Anstieg der Serumaminotransferasen als Folge von kardialem, zirkulatorischem oder respiratorischem Versagen charakterisiert. Dies ist die häufigste Ursache der akuten Leberschädigung mit einer Prävalenz von bis zu 10 Prozent an Intensivstationen. Kritisch kranke Patienten mit HH und der Notwendigkeit einer Vasopressorentherapie haben ein signifikant erhöhtes Mortalitätsrisiko. Die häufigsten HH auslösenden Ursachen sind erniedrigtes Herzauswurfvolumen und septischer Schock, wobei in der großen Mehrheit der Fälle eine multifaktorielle Ätiologie der HH zugrunde liegt. HH kann verschiedene Komplikationen wie spontane Hypoglykämie, respiratorische Insuffizienz als Folge des hepatopulmonalen Syndroms und Hyperammoniämie verursachen. HH bildet sich nach erfolgreicher Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen zurück. Derzeit sind keine Therapieansätze etabliert, die spezifisch die Leberfunktion verbessern. Ein frühestmögliches Erkennen der HH, ihrer zugrunde liegenden Ursachen sowie die unverzügliche Einleitung entsprechender Therapiemaßnahmen sind von zentraler prognostischer Bedeutung. Diese Übersichtsarbeit vermittelt den heutigen Wissensstand hinsichtlich Epidemiologie, Pathophysiologie, sowie diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der HH.

Valentin Fuhrmann, Bernhard Jäger, Anna Zubkova, Andreas Drolz, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2010

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