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Endokrinologie 25. September 2014

Analyse Diabetes mellitus Typ 2-induzierter Spätfolgen auf Basis von Routinedaten der Sozialversicherung in Österreich und Implikationen zur Evaluierung des DMP Diabetes mellitus

Die vorliegende Studie analysiert Routinedaten medizinischer Leistungen bezogen auf die Verteilung spezifischer Diabetes mellitus Typ 2-induzierter Spätfolgen. Zur Datenanalyse wurden pseudonymisierte Abrechnungsdaten für die Jahre 2006/2007 aller österreichischen Sozialversicherungsträger aus dem ambulanten Bereich und die Leistungs- und Diagnosedaten aus dem stationären Bereich herangezogen. Typ 2 Diabetiker wurden über rezeptierte Medikation ermittelt. Die spezifischen Spätfolgen wurden als Endpunkte definiert und die entsprechenden Diagnosen und Leistungen aus der Datenbank extrahiert. Die Untersuchungspopulation inkludierte 7.945.774 Versicherte. Mit Ausnahme der Nierentransplantation war der Prozentanteil der Spätfolgen bei Diabetikern deutlich höher als in der Allgemeinbevölkerung. Das Risiko einer Spätfolge war unter Diabetikern für eine Amputation am höchsten. Die Ergebnisse dieser Studie können als grobe Ausgangswerte für die Evaluierung des DMP Diabetes mellitus dienen. Routinedaten dieser Datenbank eignen sich im Hinblick auf die untersuchten Fragestellungen bedingt für die Versorgungsberichterstattung. Es sollte zukünftig geklärt werden, inwieweit die Validität der Routinedaten verbessert werden kann, damit reliable Aussagen gemacht werden können.

Dr. Franziska Großschädl, Wolfgang Freidl, Willibald J. Stronegger, Nathalie T. Burkert, Johanna Muckenhuber, Éva Rásky, Wiener Medizinische Wochenschrift 15/16/2014

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