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Diabetologie 20. Februar 2008

Busenwunder leben gefährlich

Der Umfang der weibliche Brust kann das Risiko verraten, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Laut Dr. Joel Ray vom St. Michael‘s Hospital in Toronto leiden Frauen mit Körbchengröße A weitaus seltener an einem Typ-2-Diabetes als Frauen mit den Oberweiten B, C und D (CMAJ January 29, 2008; 178 (3)). Diese Schlussfolgerung basiert auf Daten der Nurses Health Study, bei welcher der Gesundheitszustand von 117.000 gesunden Krankenschwestern aus 14 US-Staaten überprüft wurde. Ray bezog in seine statistische Analyse 92.000 Studienteilnehmerinnen ein. Die Frauen waren vornehmlich weiße, gute ausgebildete Berufstätige, also eine Gruppe, die keineswegs als repräsentativ für alle Amerikanerinnen gelten kann.
Es zeigte sich, dass Frauen mit der Körbchengröße B um den Faktor 1,3 häufiger Typ-2-Diabetes bekamen als Frauen mit Größe A. Das Risiko mit C und D war 1,7 bzw. 1,6 Mal höher verglichen mit A. Welche Konsequenzen diese Befunde nun haben sollen, ist auch Dr. Ray unklar.
Die Daten hätten, wenngleich es sich um eine unabhängige Assoziation handelt, vorerst nur akademischen Wert, meint Ray. Der Wissenschaftler will sich in Zukunft intensiver mit Busenfettsucht befassen und zunächst prüfen, ob sich daraus Hinweise auf die risikobelastete abdominelle Adipositas ergeben.

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