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Diabetologie 30. Mai 2016

Gestationsdiabetes (GDM)

Gestationsdiabetes (GDM) wird als Glukosetoleranzstörung definiert, die erstmals in der Schwangerschaft entdeckt wird. GDM ist mit einer erhöhten feto-maternalen Morbidität sowie Langzeitkomplikationen bei Mutter und Kind assoziiert. Frauen, die die Kriterien eines manifesten Diabetes bereits in der Frühschwangerschaft erfüllen (Nüchternplasmaglukose > 126 mg/dl, Spontanglukosemessung über 200 mg/dl oder HbA1c > 6,5 % vor der 20. Schwangerschaftswoche), sollen als Schwangere mit manifestem Diabetes klassifiziert und ebenso behandelt werden. Ein Screening auf unerkannten Typ 2 Diabetes bei der ersten pränatalen Kontrolle wird besonders bei Frauen mit hohem Risiko (Anamnese eines GDM oder Prädiabetes; Fehlbildungen, Totgeburt, wiederholte Aborte oder Geburtsgewicht über 4500 g in früheren Schwangerschaften; Adipositas, metabolisches Syndrom, Alter über 45 Jahre, bei Gefäßerkrankungen, Auftreten von Diabetessymptomen wie Glukosurie) empfohlen (Evidenzklasse B). GDM wird durch einen oralen Glukosetoleranztest oder durch Nüchternplasmaglukosekonzentrationen über 92 mg/dl diagnostiziert.

Alexandra Kautzky-Willer, Jürgen Harreiter, Dagmar Bancher-Todesca, Angelika Berger, Andreas Repa, Monika Lechleitner, Raimund Weitgasser, Wiener klinische Wochenschrift S2/2016

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