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Wilhelm Gause, Wiener Weihnachtsmarkt, 1894.
 
Diabetologie 30. November 2015

Fasten in Alt-Wien

Die Adventzeit war einmal Fischsuppenzeit.

Der Advent als Fastenzeit? Das ist lange her. Doch am 24. Dezember haben sich traditionelle Fastenspeisen aus der Biedermeierzeit bis heute erhalten.

Die Vorweihnachtszeit war schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts keine Fastenzeit mehr. Der 24. Dezember sollte allerdings nach katholischer Tradition fleischlos gefeiert werden. Daher lieferten die Bauern aus Niederösterreich und Tschechien vermehrt Fisch für die Wiener Adventmärkte. Das traditionelle Festgericht bis heute: ein Karpfen, als Vorspeise Fischsuppe. Der Karpfen wurde mit Erdäpfel und Vogerlsalat angerichtet, eine Tradition, die seit der Biedermeierzeit in Wien hochgehalten wird.

„Die Basis vieler Fastensuppen bildete ein Kochsud, der aus Erbsen hergestellt wurde, das so genannte ,Erbsenwasser’, bestehend aus Erbsen, Ingwer, Lorbeer, Petersilwurzel, Semmeln, Muskat, Safran und Wasser.“ Das berichtet Karl Zillinger in seinem Buch „Wiener Weihnacht“ (Sutton Verlag, vergriffen).

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