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Diabetologie 15. Dezember 2014

Joghurt senkt das Diabetes-Risiko

Jede zusätzliche Portion Joghurt pro Tag senkt das Typ-2-Diabetes-Risiko um 18 Prozent. Die in der Metaanalyse veranschlagten Portionsgrößen sind allerdings beachtlich.

Ein Team der Harvard School of Public Health untersuchte, was es mit dem Diabetesschutz durch Milchprodukte auf sich hat (Chen M et al.: BMC Medicine 2014). In der Summe wenig, muss man konstatieren: Weder für den Gesamtkonsum von Milchprodukten noch für den Griff zu fettreichen oder fettarmen Artikeln waren signifikante Risikoreduktionen festzustellen – mit einer Ausnahme: Für Joghurt zeigte sich eine inverse und „dosisabhängige“ Beziehung zur Erkrankungshäufigkeit. In einer Metaanalyse von 14 prospektiven Kohorten mit 459.790 Teilnehmern sank das Risiko um 18 Prozent je zusätzlicher Portion pro Tag. Für das, was als Portion definiert war, benötigt man aber einen größeren Löffel. Denn, sofern in den Studien Mengenangaben verfügbar waren, betrug sie 244 g.

Dafür, dass ausgerechnet Joghurt in puncto Diabetesrisiko so gut abschnitt, werden zwei mögliche Erklärungen bereit gehalten: Zum einen könnten probiotische Bakterien eine Rolle spielen, zum anderen der günstige Einfluss auf das Gewicht. Allerdings änderte der Abgleich nach dem BMI in der vorliegenden Analyse nichts an den Ergebnissen.

 

CL/springermedizin.de, Ärzte Woche 51/52/2014

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