zur Navigation zum Inhalt
 
Diabetologie 23. August 2012

Sport und Diät bei Prädiabetes

Frauen reduzieren langfristig ihr Sterberisiko, Männer nicht.

Mit Lebensstilmodifikationen gelingt es, im Stadium der gestörten Glukosetoleranz die Manifestation des Diabetes zu verhindern oder zu verzögern. Ob damit auch ein langfristiger Nutzen verbunden ist, wollten chinesische Wissenschaftler wissen.

Sechs Jahre lang wurden 576 erwachsene Patienten mit gestörter Glukosetoleranz in drei Gruppen behandelt: Mit Diät, mit Bewegung oder mit Diät plus Bewegung kombiniert. Eine vierte Gruppe diente als Kontrolle. Die Ergebnisse der Studie wurden bei der Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) präsentiert (Li G et al.: Diabetes 2012).

23 Jahre nach der Randomisierung verglichen die Autoren die Mortalität in der kombinierten Interventionsgruppe und in der Kontrollgruppe, und zwar nach Geschlechtern getrennt.

Dabei zeigte sich, dass weibliche Studienteilnehmer von der Lebensumstellung massiv profitierten: Ihre Gesamtmortalität war von 29 auf 16 Prozent gesunken, vor allem aufgrund einer deutlichen Reduktion der kardiovaskulären Sterblichkeit von 19 auf sieben Prozent. Dieser Erfolg war statistisch hoch signifikant.

Männer hingegen strampelten sich vergeblich ab: Maßhalten bei Mahlzeiten nebst Erhöhung der Fitness reduzierte bei ihnen in dieser Studie weder die Gesamtsterblichkeit (41% versus 47%) noch die kardiovaskuläre Sterblichkeit (26% versus 27%).

springermedizin.de/de
, Ärzte Woche 34/2012

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben