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Diabetologie 13. Jänner 2012

Ballon-Angioplastie: Amputationsrate bis zu 80 Prozent gesenkt

Diabetischer Fuß: Mit einem kleinen Eingriff durch Radiologen, die mit einem winzigen Ballon das Gefäß wieder ausweiten, konnte die Amputationsrate um 50 bis 80 Prozent (je nach Studie) gesenkt werden, hieß es beim diesjährigen ÖGIR - Kongress in Salzburg.

Durch das Aufblasen eines Ballons in der betroffenen Arterie (Ballon-Angioplastie) kann diese wieder geöffnet werden. So wird das wieder ausreichend mit Blut versorgte Gewebe vor dem Absterben bewahrt und ein chirurgischer Eingriff, einschließlich einer Amputation, kann häufig vermieden werden.

"Durch diese interventionell radiologischen Verfahren, die seit den letzten fünf Jahren dank neuer technischer Mittel stark auf dem Vormarsch sind, konnte die Bein-Amputationsrate drastisch gesenkt werden und die Lebensqualität der Diabetes-Patienten erhalten bleiben", so Johannes Lammer, Abteilungsleiter für Kardiovaskuläre und Interventionelle Radiologie am AKH Wien.

Um die optimale Versorgung des Patienten sicherzustellen, sei immer eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller behandelnden Stellen - vom Diabetologen, Dermologen, Angiologen, Gefäßchirurgen bis hin zum Interventionellen Radiologen - notwendig.

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