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Diabetes kann sich aufs Gemüt schlagen - mit fatalen Folgen.
 
Diabetologie 25. August 2011

Schwermut plagt Diabetiker

Depressionen verkürzen bei Diabetikern die Lebenserwartung. Möglicherweise spielt ein Anstieg makrovaskulärer Komplikationen beim Diabetes eine Rolle bei der Lebenszeitverkürzung.

Den chronisch progressiven Verlauf einer Diabetes-­Erkrankung durchzustehen kann auf das Gemüt schlagen: Fast jeder vierte Patient macht Depressionen durch. Welche Auswirkungen dies hat, wurde an gut 2.000 älteren Patienten mit langjährigem Typ-2-Diabetes untersucht. Im Studienverlauf war bei dem Subkollektiv der ACCORD-Studie die Lebensqualität dokumentiert worden. Dazu gehörte auch ein Screening auf Depressionen. Wie die Studienautoren beim Diabetes-Kongress der American Diabetes Association (ADA) in San Diego berichteten, erhöhte das Vorliegen einer Major Depression das Mortalitätsrisiko signifikant um den Faktor 2,24. Zumindest zum Teil könnte das auf eine Zunahme kardiovaskulärer Komplikationen (Herztod, Infarkt, Insult, Herzinsuffizienz) zurückzuführen sein, die bei Depression tendenziell stark mit einer Risikoerhöhung von 42 Prozent verbunden waren. Auf mikrovaskuläre Ereignisse hatten Depressionen keinen eindeutigen Einfluss.

http://www.diabetes.org/

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