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Diabetologie 14. Oktober 2009

Diabetes: Die weithin unterschätzte Krankheit

Zwei von drei Österreichern machen sich keine Sorgen darüber.

Mit 600.000 Betroffenen sind in Österreich 20 Prozent mehr Menschen an Diabetes erkrankt, als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine GfK Studie, die im September von der „Diabetes Initiative Österreich“ präsentiert wurde.

Die an 4.000 Personen durchgeführte repräsentative Studie geht davon aus, dass es neben den bereits diagnostizierten 420.000 Diabetikern weitere 170.000 Betroffene gibt, die noch nicht diagnostiziert wurden. Mit geschätzten Kosten von über einer halben Milliarde Euro pro Jahr ist Diabetes die teuerste chronische Krankheit im Land.

Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter und Körpergewicht stark an (siehe Grafik). 32 Prozent der Betroffenen werden laut Studie nicht optimal ärztlich betreut. Das Arzt-Besuchsverhalten weicht kaum von jenem gesunder Menschen ab. Drei Prozent der Diabetiker gehen nicht zum Arzt, zwölf Prozent einmal, 17 Prozent zweimal pro Jahr zum Arzt. Die überwiegende Mehrzahl der Diabetiker besucht zur Behandlung den Hausarzt (62%), gefolgt von Fachärzten (24%) und Diabetesambulanzen (15%) sowie Krankenhäusern (14%).

 

www.diabetesinitiative.at/IS, Ärzte Woche 42 /2009

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