zur Navigation zum Inhalt
 
Diabetologie 30. April 2008

Sechs neue Gene

Typ-2-Diabetes zählt zu den chronischen Krankheiten, die global im Steigen begriffen sind. Neues Licht auf die Entstehung dieser Krankheit wirft eine jetzt veröffentlichte Meta-Analyse zur Genetik des Typ-2-Diabetes, die vor kurzem in Nature Genetics (Published online: 30 March 2008) erschienen ist. Die internationale Studie erhärtet Befunde, wonach die Erkrankung auf einer Regulationsstörung der Anzahl der Insulin produzierenden Zellen beruht. Die nun erschienene Meta-Analyse umfasst eine Gesamtstudienpopulation von über 70.000 Personen. Koordiniert wurde sie von Dr. Eleftheria Zeggini von der Universität Oxford, 90 Wissenschaftler aus über 40 Zentren waren daran beteiligt und werteten Daten von 15 europäischen und amerikanischen Bevölkerungsstudien aus. Dabei konnten sechs neue Gene identifiziert werden, die bei der Entwicklung des Typ-2-Diabetes eine Rolle spielen. Die Zahl der Gene, die mit der Entstehung der Krankheit in Verbindung gebracht werden, erhöht sich damit auf 16.
Hauptmerkmal von Typ-2-Diabetes sind fortwährend erhöhte Blutzuckerspiegel, die unbehandelt zu Schäden der Blutgefäße, der Nieren und anderer wichtiger Organe führen können. Für das Auftreten der Erkrankung spielen Lebensstilfaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel eine wichtige Rolle. Dem Typ-2-Diabetes liegt jedoch auch eine starke genetische Komponente zugrunde, der Wissenschaftler seit einigen Jahren mit Hilfe von Assoziationsstudien nachspüren. Die nun gewonnenen Erkenntnisse über die Vielzahl der beteiligten Gene ermöglichen neue Einblicke in die Mechanismen, die für die Kontrolle der Zuckerspiegel im Blut verantwortlich sind.

Quelle: Universität Hamburg

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben