zur Navigation zum Inhalt
Prof. Dr. Hans Drexler, Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin, Dr. Christine Klien, Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Dr. Klaus E. Stadtmüller, Schweizerische Gesellschaft für Arbeitsmedizin.
 
Arbeitsmedizin 13. März 2013

Muskel-Skelett-Erkrankungen als Norm?

Arbeit darf nicht krank machen.

 
Anlässlich der Dreiländertagung der D, Ö und CH Gesellschaften für Arbeitsmedizin in Bregenz diskutierten Top Experten und Expertinnen.


Nicht nur im Büroalltag, sondern auch in vielen anderen Berufen gelten Rückenschmerzen bereits als die Norm. Statistiken gehen sogar von 30 bis 40 Prozent Betroffenen innerhalb der Bevölkerung aus. Schmerzen, aber auch langwierige Behandlungen führen schließlich zu Arbeitsausfällen, die sowohl den Arbeitnehmer als auch die Kollegen und Arbeitgeber belasten.

Unter den Begriff Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) fällt eine Reihe von Krankheitsbildern, zum Beispiel Erkrankungen des unteren Rückens. Diese umfassen Bandscheibenvorfälle, Hernien, Muskel- und Gewebeverletzungen. Auch Arthrosen, beispielsweise der Knie, und Entzündungen der Schulter-, Arm- und Handgelenke fallen unter den Oberbegriff MSE.

MSE sind ein weit verbreitetes Problem in Europa. Erhebungen der Europäischen Stiftung für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen zufolge klagen 25 Prozent der Arbeitnehmer über Rückenschmerzen. Weitere 23 Prozent geben an, unter Muskelschmerzen zu leiden.

Die Arbeitsmedizin beschäftigt sich mit den Wechselbeziehungen zwischen den Anforderungen, Bedingungen und Organisationen der Arbeit sowie dem Menschen, seiner Gesundheit und seiner Beschäftigungsfähigkeit. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, arbeitsbedingte Gesundheitsschäden und Berufskrankheiten vorzubeugen, zu erkennen sowie Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe ergonomisch zu gestalten. Auch die Integration von chronisch Kranken und Behinderten und die Wiedereingliederung nach längeren Krankenständen zählen zu ihren Schwerpunkten.

Wie geht die Arbeitsmedizin mit dem Dauerleiden Rückenschmerz und mit Muskel-Skelett-Erkrankungen im Arbeitsalltag um? Gibt es vorbeugende Ansätze und wie schafft man für die Betroffenen Abhilfe an ihren Arbeitsplätzen? Welche Lösungsvorschläge gibt es für die Zukunft?

Fischill PR/IS, springermedizin.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben