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Arbeitsmedizin 31. Oktober 2012

Berufsmusiker sind körperlich so stark belastet wie Spitzensportler

Mediziner: Viele bezahlen ihre Karriere mit Schwerhörigkeit, Kopfschmerzen, Schmerzen im Bewegungsapparat oder psychischer Überlastung.

 
Berufsmusiker benötigen nach Ansicht von Fachleuten eine eigenständige und umfassende medizinische Betreuung.

 

Die körperliche und medizinische Belastung von professionellen Instrumentalisten und Sängern ähnele der eines Leistungssportlers, sagte der Mediziner Egbert Seidel vom Klinikum Weimar. Viele Musiker bezahlten ihre Karriere mit Schwerhörigkeit, Kopfschmerzen, Schmerzen im Bewegungsapparat oder psychischer Überlastung. "Wichtig ist vor allem die Prävention durch Ausgleichs- und Ausdauersport", sagte Seidel.

Die Gesundheit von Musikern in Profi- und Laienorchestern steht derzeit im Mittelpunkt eines Modellprojekts mit dem Landesjugendorchester Sachsen in Weimar. Dabei werden etwa 90 Nachwuchsmusiker während ihrer Probenphase musikmedizinisch betreut. Sportwissenschaftler, Ärzte und Physiotherapeuten beraten sie in Workshops unter anderem bei der körperlich richtigen Handhabung ihrer Instrumente und geben praktische Tipps für auf Musiker zugeschnittene Gymnastikübungen.

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