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Arbeitsmedizin 6. März 2012

Überstunden erhöhen das Depressionsrisiko

Die Beziehung zwischen Mehrarbeit und Depression wurde von Wissenschaftlern der Universität Helsinki und der Universität London überprüft.

In einer prospektiven Kohortenstudie flossen Daten von 1.626 Männern und 497 Frauen aus dem öffentlichen Dienst ein. Im Mittel waren sie 47 Jahre alt. Sie wurden zwischen 3,8 und 7,2 Jahre begleitet. Elf Prozent von ihnen arbeiteten im Schnitt elf Stunden und mehr am Tag. In einer ersten Untersuchung wurde ausgeschlossen, dass die Probanden bereits psychische Beschwerden hatten.

Insgesamt entwickelten 66 der 2.123 Befragten (3,1%) eine schwere Depression. Von den 1.105 Menschen mit sieben bis acht Arbeitsstunden waren es 38, bei den 227 Befragten mit elf bis zwölf Stunden zehn Betroffene. Aus diesen Zahlen rechneten die Forscher anschließend den Einfluss anderer Faktoren heraus und kamen auf eine OR von 2,43 (95%-KI = 1,11–5,30). Demnach war die Wahrscheinlichkeit für eine schwere Depression für die Vielarbeiter doppelt so hoch wie für Angestellte, die keine Überstunden leisteten.

Virtanen M. et al.: PLoS ONE 2012; 7(1): e30719; doi:10.1371/journal.pone.0030719

Springermedizin.de, Ärzte Woche 10 /2012

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