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Dr. Susanne Schunder-Tatzber
 
Arbeitsmedizin 5. Jänner 2012

AfAM - Jahres Vorschau 2012

Die Präsidentin der Akademie für Arbeitsmedizin gibt einen Ausblick auf interne medizinische Änderungen und mögliche Innovationen für das Jahr 2012.


Unter den oben genannten Aspekten würde ich mir wünschen, dass die Bedeutung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter noch mehr ins Bewusstsein aller am Unternehmenserfolg Beteiligten eindringt. Im Jahr 2015 wird jeder dritte Erwerbstätige älter als 50 Jahre sein: diese Gruppe wird dann etwa doppelt so groß sein wie jene der jungen Arbeitnehmer zwischen 20 und 29 Jahren. Aufgrund dieser Altersstruktur wird es für Unternehmen zunehmend schwierig werden, quali
fiziertes und "motiviertes" Personal zu finden.

Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern geht viel Wissen und Potenzial verloren. Ganzheitliche und nachhaltige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung helfen, Mitarbeiter physisch und psychisch gesund, motiviert und leistungsfähig zu erhalten. Daher sollen verstärkt gesundheitsfördernde Maßnahmen unter arbeitsmedizinischer Koordination ein- und umgesetzt werden.

Wichtige medizinische Änderungen in der Arbeitsmedizin. 

Arbeitsmedizin ist interdisziplinär, daher wird es keine rein medizinischen Erkenntnisse geben, sondern es werden vor allem neue Erkenntnisse und Methoden zum Thema physische und psychische Leistungsfähigkeit - bezogen auf das Lebensalter - generiert werden müssen. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Arbeitswelt - steigender Erfolgsdruck, zunehmende Arbeitsverdichtung, prekäre Beschäftigungsverhältnisse etc. - sind fächerübergreifende Studien erforderlich, die die Bereiche Medizin, Psychologie und Ökonomie einbeziehen und dazu beitragen, ältere Menschen physisch und mental zu befähigen, länger im Arbeitsprozess zu bleiben.

 

Dr. Susanne Schunder-Tatzber, springermedizin.at

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