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Angiologie 2. September 2014

Zusammenhang zwischen Serum Albumin und langsamem Koronorarfluss

Grundlagen: Von mehreren Entzündungsmarkern, wie hochsensitivem C-reaktiven Protein (hs-CRP), Interleukin-6 (IL-6) und Fibrinogen konnte gezeigt werden, dass sie mit langsamem koronarem Durchfluss („coronary slow flow“, CSF) vergesellschaftet sind. Ziel unserer Studie war es, zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen Albumin, einem lang-wirksamen negativen Akutphasenprotein und CSF besteht.

Methodik: Insgesamt wurden 106 Patienten mit angiographisch nachgewiesenem CSF und 57 Kontrollen mit normalem Koronarfluss in die Studie aufgenommen. Die Serumkonzentrationen von hs-CRP und Albumin wurden gemessen. CSF wurde durch die TIMI (Thrombolysis In Myocardial Infarction) Frame Count (TFC) Methode erhoben.

Ergebnisse: Das Serum Albumin war in der Gruppe mit CSF im Vergleich zur Kontrolle signifikant erniedrigt (3,79 ± 0,3 vs 4,17 ± 0,3, p < 0,001) – die hs-CRP Konzentrationen dahingegen signifikant erhöht (1,22 ± 0,79 vs 0,76 ± 0,44, p < 0,001). Serum Albumin und hs-CRP waren in der Gesamtpopulation mit dem mittleren TFC korrelieret (r= − 0,574, p < 0,001; r = 0,376, p < 0,001, respektive). In der Multivarianzanalyse zeigte sich, dass hs-CRP und niedriges Serum Albumin signifikante Prädiktoren eines CSF sind. Der Vergleich der ROC Analysen für hs CRP und Serum Albumin ergab, dass das Serum Albumin der stärkste Prädiktor eines CSF war.

Schlussfolgerungen: Bei unseren Patienten mit CSF waren die Serum Albumin-Konzentrationen erniedrigt und die hs-CRP Werte erhöht. Das Serum Albumin war in unseren Händen der bessere Prädiktor als das hs-CRP für einen CSF. Serum Albumin ist ein billiger und leicht messbarer Laborparameter, der – nach Ausschluss anderer Albumin beeinflussender Faktoren - ein nützlicher Prädiktor für einen CSF sein kann.

Mustafa Cetin, Cemil Zencir, Hakan Tasolar, Erkan Baysal, Mehmet Balli, Erdal Akturk, Wiener klinische Wochenschrift 15/16/2014

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