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Angiologie 5. August 2014

Inverse Korrelation der Intima Media Dicke der Arteria carotis communis mit der Serumkonzentration von Raloxifen bei Osteoporose

Hintergrund

Raloxifen ist ein selektiver Östrogenrezeptor –Modulator, welcher das Risiko von Knochen- und Brustkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst. Das Ziel dieser Studie war es, den Einfluss von Raloxifen-Behandlung auf Surrogatmarker der Atherosklerose und der Korrelation dieser Marker mit Raloxifen-Serumkonzentrationen zu untersuchen.

Methodik

Es wurde eine prospektive klinische Studie an 53 postmenopausalen Frauen mit Osteoporose unter Raloxifen durchgeführt. Surrogatmarker der Atherosklerose (Fluss-induzierte Vasodilatation (FMD), Glyceryltrinitrat (GTN)-induzierte Vasodilatation der Arteria brachialis, Intima -Media-Dicke der Arteria carotis (c-IMT), inter-CAM-1 (ICAM-1), Gefäß -CAM-1 (VCAM-1) und E-Selektin) wurden vor und nach 6 Monaten der Behandlung gemessen. Serumkonzentrationen von Raloxifen und Raloxifen-Metaboliten wurden nach 12 Monaten Behandlung untersucht. Die getesteten Marker wurden mit den gemessenen Serumkonzentrationen von Raloxifen-Spezies korreliert.

Ergebnisse

Unter den getesteten Surrogatmarkern der Atherosklerose haben sich c-IMT, E-Selektin und ICAM während der Behandlung signifikant verändert. Eine negative Korrelation der Serumkonzentration von nicht metabolisertem Raloxifen mit der prozentualen Veränderung des c-IMT während der Behandlung (r = − 0,315, p = 0,048) wurde festgestellt. Ebenso zeigte die Summe der Konzentrationen der drei Raloxifen-Metaboliten, Raloxifen -6-b-glucuronid (M1), Raloxifen -4'-b-glucuronid (M2) und Raloxifen -6,4'-diglucuronid (M3) im Serum eine negative Korrelation mit der prozentualen Veränderung des c- IMT während der Behandlung (r = − 0,375, p = 0,017). Bei den anderen untersuchten Parametern wurde keine Korrelation mit Raloxifen-Serumkonzentrationen gefunden.

Schlussfolgerungen

Nach unserem besten Wissen ist dies die erste Studie, welche eine Korrelation der Serumkonzentration von Raloxifen-Arten und ausgewählten Metaboliten mit Änderungen von Surrogatmarkern der Atherosklerose gefunden hat. Eine stärkere Abnahme von c-IMT bei Patienten mit höheren Konzentrationen von Raloxifen könnte zu einem geringeren Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei diesen Patienten beitragen.

Tina Trdan Lušin, Aleš Mrhar, Janja Marc, Jurij Trontelj, Andrej Zavratnik, Branka Žegura, Marija Pfeifer, Assist. Prof. Barbara Ostanek, Wiener klinische Wochenschrift 13/14/2014

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