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Angiologie 19. September 2013

Lieblingsmusik ist gut für die Herzgesundheit

Kombination mit Bewegung von Vorteil.

Angenehme Musik verbessert bei KHK-Patienten die Gefäßfunktion. Das zeigt eine Studie aus Serbien, die auf dem ESC präsentiert wurde.

Bei 74 Patienten mit stabiler KHK wurde die Endothelfunktion anhand verschiedener Blutmarker wie Stickstoffoxiden (NOx) oder Xanthinoxidase (XO) gemessen. Die Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine machte ein medizinisch überwachtes Fitnesstraining, die zweite hörte zusätzlich täglich 30 Minuten lang bevorzugte Musik, die dritte Gruppe absolvierte nur das Musikprogramm. Nach drei Wochen waren die NOx-Werte in der Musik-Gruppe und in der kombinierten Musik-Trainings-Gruppe angestiegen, wobei die Kombination von Musik und Bewegung die besten Ergebnisse zeigte. XO-Werte gingen in allen drei Gruppen zurück, am deutlichsten in der Gruppe, die das Bewegungsprogramm und Musik verbunden hatte. Die körperliche Belastbarkeit hatte sich im Vergleich zum Studienbeginn in der Musik-Trainings-Gruppe um 39 Prozent verbessert, in der Trainingsgruppe um 29 Prozent und in der Gruppe, die nur Musik hörte, um 19 Prozent.

„Im Zusammenhang mit kardiovaskulären Risikofaktoren und kardiovaskulären Erkrankungen büßt das Endothel an Funktionsfähigkeit ein“, so Studien-Koautorin Prof. Marina Deljanin Ilic von der Universität Nis, Niska Banja, Serbien. „Nachdem insbesondere die Bildung NO durch das Endothel für die Gefäße eine wichtige Rolle spielt, ist heute die Verbesserung der Endothelfunktion ein wichtiges Therapieziel bei Koronarpatienten. Dass das Musikhören zu einer Verbesserung der Endothelfunktion beiträgt, könnte mit der Ausschüttung von Endorphinen und deren Effekt auf die NO-Bildung zu tun haben. Welche Musik dafür geeignet ist, hat ausschließlich mit persönlichen Vorlieben zu tun, sie sollte als entspannend erlebt werden.“

Quelle: Jahrestagung European Society of Cardiology (ESC), 31 August – .4. September 2013, Amsterdam. ESC Abstract P5797.

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