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Exentrisches Bauchaorten-Aneurysma im Ultraschall.
 
Angiologie 6. September 2013

Aneurysma der Bauchaorta – die unbemerkte Gefahr

Das Gefäßforum Österreich organisiert auch heuer wieder Aortenaneurysma-Beratungs- und Screeningtage.

Das Bauchaortenaneurysma zählt zu den schwerwiegendsten Gefäßerkrankungen bei über 60-Jährigen. Geschätzte 70.000 Österreicher sind davon betroffen. Nicht rechtzeitig behandelt, kann die Erkrankung tödlich enden. Durch eine einfache Ultraschalluntersuchung können Aneurysmen erkannt werden.

Bereits zum dritten Mal ergreift das Gefäßforum Österreich (GFÖ) die Initiative und veranstaltet gemeinsam mit Gefäßambulanzen in Wien, Oberösterreich, Niederösterreich und in Kärnten von 14. bis 18. Oktober 2013 kostenlose Beratungs- und Screeningtage. Alle Informationen zu den teilnehmenden Ambulanzen sind unter www.gefaessforum.at zu finden.

Große Nachfrage

Das Risiko, an einem Bauchaortenaneurysma zu erkranken, steigt ab dem 60. Lebensjahr drastisch an. Dabei handelt es sich um eine gefährlich erweiterte Bauchschlagader, die im Falle einer Ruptur in den meisten Fällen sogar tödlich endet. Umso wichtiger ist es, Betroffene – in Österreich ist dies jeder Zwanzigste über 65 – auf die Gefahr aufmerksam zu machen und Vorsorgemaßnahmen wie die Bauchultraschalluntersuchung zu verstärken. Dabei lässt sich leicht und schmerzfrei feststellen, ob das Bauchaortenaneurysma sofort behandelt oder nur beobachtet werden muss. Bei Frauen sind Bauchschlagadern mit einem Durchmesser ab 5cm, bei Männern ab 5,5cm behandlungsbedürftig.

Bereits seit 2011 läuft – auch aufgrund der hohen Nachfrage seitens der Betroffenen– die Aortenaneurysma-Gesundheitskampagne, mit der das GFÖ Aufklärungsarbeit leisten will. Die Kampagne richtet sich sowohl an Patienten als auch an Mediziner. „Bereits in den letzten zwei Jahren konnte dadurch bei vielen Betroffenen die Angst durch umfassende Aufklärung genommen und das Schlimmste verhindert werden“, so Doz. Dr. Afshin Assadian, Wissenschaftlicher Sprecher des GFÖ und Leiter der Gefäßambulanz des Wilhelminenspitals Wien.

Therapieoptionen

Bei der Behandlung des Bauchaortenaneurysmas stehen zwei Operationsmöglichkeiten zur Wahl: eine offene Operation und eine endovaskuläre Therapie mittels Stent. In beiden Fällen wird das Aneurysma aus dem Blutfluss genommen, der Blutdruck wirkt nicht mehr auf die kranke Gefäßwand und das Aneurysma kann nicht mehr platzen. Bei der offenen Operation wird eine Kunststoffprothese verwendet, beim Stent handelt es sich um eine Y-Prothese. Hier haben sich in den letzten Jahren die Materialien deutlich verbessert. Der operative Eingriff selbst ist durch neue Operationstechniken einfacher und risikoärmer geworden.

Ist das Bauchaortenaneurysma noch klein und eine invasive Therapie nicht notwendig, sollte der Patient die Risikofaktoren wie etwa Rauchen und Übergewicht reduzieren und eine jährliche Ultraschalluntersuchung durchführen lassen. Auch neue medikamentöse Therapien können das Bauchaortenaneurysma am Wachsen hindern.

Nähere Informationen und Downloads (Infobroschüre, Infofolder) unter www.gefaessforum.at.

Alle Screeningtage & Ambulanzen auf einen Blick:

Wien:

Abteilung für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie, Wilhelminenspital Wien, Montleartstraße 37, Pavillon 30b, 1160 Wien
14.-18. Oktober 2013, 8:00-15:00 Uhr
Tel. 01 49150-4106 (09:00-15:00 Uhr)


Ambulanz für Gefäß- und Allgemeinchirurgie, Ambulatorium Döbling, Heiligenstädterstraße 57, 1190 Wien
14. Oktober, 10:00-13:30 Uhr, 16. Oktober, 14:00-16:00 Uhr, 17. Oktober 10:00-14:00 Uhr
Tel. 01 36 066-5598 3

Chirurgische Abteilung und Zentralröntgeninstitut, Kaiser Franz Josef Spital, Kundratstraße 3, 1100 Wien
14.-18. Oktober 2013, 8:30- 10.30 Uhr
Tel. 01 601 91-3133


Niederösterreich:

Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Landesklinikum Horn,
Spitalgasse 10, 3580 Horn
14.-18. Oktober 2013, 8:00-12:00 Uhr
Tel. 0 2982 2661-7160


Oberösterreich:

Abteilung für Herz-, Thorax-, Gefässchirurgie u. Abteilung Radiologie, AKh der Stadt Linz, Krankenhausstraße 9, 4020 Linz
16. Oktober 2013, 8:00-11:00 Uhr
Tel. 0 732 7806-2139


Abteilung für Gefäßchirurgie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz,
Seilerstätte 2, 4021 Linz, Tel. 0732 7897-26300
Ambulanzzeiten folgen!


Abteilung für Chirurgie, Krankenhaus der Elisabethinen Linz, Fadingerstraße 1, 4020 Linz
16. Oktober 2013, 8:00-12:00 Uhr
Tel. 0732 7676-4710


Chirurgische Abteilung, LKH Vöcklabruck, Dr. Bockstraße 1, 4840 Vöcklabruck
16. Oktober 2013, 13:00-16:00 Uhr
Tel. 05 055 471-23330


Kärnten:


Abteilung für Allgemein- und Gefäßchirurgie, Landeskrankenhaus Villach,
Nikolaigasse 43, 9500 Villach
14.–17. Oktober 2013, 8:00-12:00 Uhr
Tel. 04242 208-2801

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