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Angiologie 18. März 2013

Seltenes Aneurysma der A. hepatica ...

..mit Übergriff auf die A. gastroduodenalis in noch weit seltener Koinzidenz mit einem Truncus hepatomesentericus 

Aneurysmata der Viszeralarterien sind selten, allerdings im Rupturfall lebensbedrohlich. Daneben gibt es eine breite anatomische Variabilität in der arteriellen Gefäßversorgung der Leber.

 

Methodik: Basierend auf einem realen, jedoch sehr seltenen klinischen Fall incl. seinem diagnostischen Management und mittelfristigen Verlauf, wird die außerordentliche Koinzidenz eines i) Aneurysmas der A. gastroduodenalis im Abgangsbereich aus der A. hepatica und ii) bestehenden Trunkus’ hepatomesentericus mittels wissenschaftlichem Fallbericht und einschlägiger (selektiver) Literaturrecherche beschrieben.

Fallpräsentation, Therapieentscheidung und klinischer Verlauf

Eine 39 Jahre alte Frau (BMI, 24 kg/m2) wurde zufällig mit einem Aneurysma der A. hepatica propria (APHA) mit Übergriff auf die A. gastroduodenalis in Kombination mit einem seltenen Truncus hepatomesentericus mittels Abdominal-CT (wegen rezidivierender Harnwegsinfektionen) und nachfolgend systematischer Diagnostik durch Duplexsonographie, MRT sowie DSA diagnostiziert. Die Anamnese war unauffällig hinsichtlich einer Koinzidenz mit pAVK, mycotischer Embolisation, Trauma, Marfan-Syndrom, Klippel-Trenaunay-Syndrom oder Riesenzellarteriitis. Trotz moderater Progression innerhalb eines Jahres auf eine Aneurysmagröße von gegenwärtig 18 mm wird nach wie vor die klinische Beobachtung mit Duplexsonographiekontrollen als Methode der Wahl in moderaten Zeitintervallen favorisiert (Op-Konsequenz: Durchmesser > 20 mm).


Schlussfolgerungen: Es handelt sich hier um den ersten Fall in der zugänglichen Englisch-sprachigen Literatur, der die sehr seltene Kuriosität vor dem Hintergrund des seltenen Auftretens der AHPA zusammen mit einem ebenfalls seltenen Truncus hepatomesentericus schildert, womit die seltene Fallkonstellation noch potenziert wird trotz aller individueller Variabilität der arteriellen Leberversorgung aus anatomischer Sicht.

Philip Bueschel*, Prof. Dr. Frank Meyer*, Dr. Mathias Weber, Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkoetter, Prof. Dr. Maciej Pech, Dr. Zuhir Halloul, Wiener klinische Wochenschrift 3/4/2013

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