zur Navigation zum Inhalt
 
Angiologie 11. März 2013

Die Wege der Monozyten

Erstmals konnte gezeigt werden, wie Zellen, die für die Entstehung von Atherosklerose entscheidend sind, ihren Weg in die Gefäßwand finden und dort gefährliche Ablagerungen bilden.

Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Atherosklerose spielen die Monozyten. Sie sammeln sich an der inneren Gefäßwand und schädigen sie dadurch, was zu einer chronischen Entzündung führt. Für eine mögliche Therapie der Atherosklerose ist es daher entscheidend zu wissen, wie die Monozyten in die Gefäßwand gelangen.

CCR1 und CCR5 rekrutieren Monozyten

Ein Team der Ludwig-Maximilians-Universität München konnte nun erstmals zeigen, dass die Rezeptoren CCR1 und CCR5 eine wichtige Rolle bei der Rekrutierung von Monozyten spielen. Diese umfasst eine Abfolge von Schritten, zu denen die Adhäsion auf dem Endothel und die anschließende Transmigration dieser Zellen nach Aktivierung der Rezeptoren gehören.

Damit konnte die bisher verbreitete Vorstellung korrigiert werden, dass der Rezeptor CCR2 einen großen Einfluss auf die Rekrutierung der Monozyten hat.

„Anders als bisher angenommen, vermittelt dieser Rezeptor nicht die Infiltration von Monozyten in die Gefäßwand, sondern wie auch CXCR2 den Übertritt aus dem Knochenmark in das Blut“, sagt Oliver Söhnlein, der Erstautor der Arbeit.

Die beiden Rezeptormoleküle CCR1 und CCR5 bilden damit wichtige Angriffspunkte für neue therapeutische Ansätze gegen die Atherosklerose, die entweder direkt auf die Rezeptoren oder ihre Bindungspartner abzielen.

Soehnlein O et al.: EMBO Molecular Medicine 2013; doi: 10.1002/emmm.201201717

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben