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Angiologie 7. April 2012

Venenthrombosen: Männer im Nachteil

Mehr Rezidive nach Venenthrombose.

Männer mit idiopathischer Venenthrombose haben nach Beendigung der Antikoagulation ein doppelt so hohes Rezidivrisiko wie Frauen.

Die Autoren werteten randomisierte Studien oder Kohortenstudien aus, in denen Patienten mit einer ersten tiefen Venenthrombose und mindestens dreimonatiger Antikoagulation langfristig auf Rezidive beobachtet wurden. Patienten mit Karzinom, dauerhafter Immobilisation, Antiphospholipidantikörpern und Antithrombinmangel wurden nicht berücksichtigt. Diese Voraussetzungen erfüllten 2.554 Patienten, die im Mittel 27,1 Monate beobachtet wurden.

Die Ergebnisse:

1. Die Rezidivrate nach einer ersten venösen Thrombose und Beendigung der Antigoagulation ist bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen. Jeder fünfte Mann und jede zehnte Frau erleidet innerhalb von drei Jahren ein Rezidiv.

2. Dieser Geschlechtsunterschied gilt in gleicher Größenordnung bei separater Auswertung auch für idiopathische Thrombosen.

3. Andererseits besteht für Thrombosen nach Risikofaktoren (z. B. Operation, Trauma, Bettlägerigkeit) kein Unterschied zwischen Männern und Frauen.

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J. Douketis et al. Risk of recurrence after venous thromboembolism in men and women: patient level meta-analysis. British Medical Journal 2011; 342: d813

Springermedizin.de , Ärzte Woche 9 /2012

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