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Angiologie 9. November 2011

Bauchaortenaneurysma: Die stumme Gefahr

Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen könnte die Sterblichkeit durch Bauchaortenaneurysmen halbiert werden. Im Rahmen des österreichweiten Gefäßtagesweist der "Österreichische Verband für Gefäßmedizin (ÖVG)" auf die Gefahren nicht erkannter Aneurysmen hin.

Uncharakteristische Beschwerden

Rund 10.000 Männer und 3.000 Frauen in Österreich haben ein Bauchaortenaneurysma. Da diese schwerwiegende Gefäßerkrankung keine oder nur uncharakteristische Beschwerden verursacht, wird sie häufig nicht erkannt. Dabei ist die Gefahr groß, dass ein Aneurysma einreißen kann und damit zum innerlichen Verbluten führt. Bauchaortenaneurysmen entstehen in erster Linie durch eine Schwäche in der Gefäßwand im Rahmen eines Verkalkungsprozesses.

Risikofaktoren

Die Häufigkeit des Auftretens steigt also mit dem Alter. Studien zeigen, dass rund vier Prozent der männlichen Bevölkerung über 65 Jahre betroffen ist. Erhöhte Cholesterinwerte, ein erhöhter Blutdruck und insbesondere Rauchen zählen darüber hinaus zu den Risikofaktoren. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, ein Bauchaortenaneurysma frühzeitig zu erkennen.

Ultraschall - Früherkennung

"Vorrangige Aufgabe ist deshalb die rechtzeitige Erkennung von Aneurysmen, in der Regel durch Ultraschalluntersuchungen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Gustav Fraedrich, Direktor der Uni-Klinik für Gefäßchirurgie in Innsbruck und Vorstandsmitglied des ÖVG.

Webtipp: 12. November ist Aktionstag

Am Samstag, dem 12. November 2011 informieren Zentren für Gefäßmedizin in ganz Österreich über die Vorsorgemaßnahmen und Therapiemöglichkeiten bei Bauchaortenaneurysmen. Auf der Homepage www.vascmed.at werden alle Aktionen im Einzelnen angeführt.

MedUni Innsbruck, springermedizin.at

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