zur Navigation zum Inhalt
 
Angiologie 1. Jänner 2011

Lagerungsabhängige Rechtsherzfunktionsstörung verursacht durch ein Riesenaneurysma der rechten Herzkranzarterie

Wir berichten über einen 79 jährigen Patienten mit einem Riesenaneurysma der rechten Kranzarterie und einem kleineren Aneurysma der Arteria circumflexa sowie ungewöhnlicher Symptomatologie. Riesenaneurysmen (Durchmesser >2 cm) finden sich selten, ihre Prävalenz wird mit 0,02 % angegeben. Sie sind entweder angeborenen Malformationen oder arteriosklerotischen Ursprungs. Obgleich Spontanrupturen von Riesenaneurysmen beschrieben wurden, bleiben sie meist klinisch inapparent oder aber sie führen zu myokardialer Minderperfusion. Der Patient klagte allerdings nicht über typische Angina pectoris Symptome sondern über transiente, positionsabhängige Prä-Synkopen. Die weiterführende kardiologische Diagnostik wie auch die intraoperativen Überlegungen hinsichtlich der Führung des Patienten werden beschrieben. Die chirurgische Manipulation des Riesenaneurysmas war begleitet von einer deutlichen Einschränkung der Rechtsventrikelfunktion und echocardiographisch ebenfalls nachweisbaren regionalen Myokardhypokinesien. Von einer Kanülierung des rechten Vorhofes wurde deshalb Abstand genommen und die venöse Kanüle für die extrakorporale Zirkulation über die Vena femoralis eingebracht. Die folgende Dissektion sowie die chirurgische Sanierung waren unauffällig und die Erholung des älteren Patienten verlief komplikationslos. Dieser Fallbericht unterstreicht dass nach Diagnosestellung, Riesenaneurysmen bei adäquatem perioperativen Management auch noch bei Patienten im höheren Alter chirurgisch versorgt werden können.

Bruno Mora, Bernhard Urbanek, Christian Loewe, Michael Grimm, Martin Dworschak, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2011

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben