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Angiologie 1. März 2010

De-novo Generierung von vaskularisiertem Gewebe mittels unterschiedlicher Gefässstielkonfigurationen in perforierten und geschlossenen Wachstumskammern

Die Generierung dreidimensionaler Gewebekomplexe innerhalb einer Wachstumskammer setzt eine intensive Angiogenese voraus, die beispielsweise durch arteriovenöse Shunts oder einen ligierten Gefäßstiel induziert werden kann. Der Wachstumsprozess lässt sich weiter durch Kontakt mit dem umgebendem Gewebe stimulieren. In dieser Studie wurde das angiofibrinöse Gewebewachstum von arteriovenösen Shunts (AV-Shunts) und ligierten Gefäßstielen in perforierten sowie geschlossenen Kammern im Rattenmodell verglichen. Die Kammern wurden nach vier Wochen entfernt, das Volumen des Gewebes bestimmt und histomorphometrisch analysiert. In perforierten Kammern wurde mit ligierten Gefäßstielen (0,75 ml±0,04) mehr Gewebe als mit AV-Shunts (0,59 ml±0,01) generiert. Die perforierten Kammern produzierten größere Volumina als der geschlossene Typ, da sie eine zusätzliche Angiogenese durch die Perforationen erlaubten. Beide Gefäßstielkonfigurationen förderten das Wachstum von Gewebe, jedoch resultierte interessanterweise aus ligierten Gefäßstielen signifikant mehr Gewebe in den perforierten Modellen.

Jürgen H. Dolderer, Andreas Kehrer, Stefan M. Schiller, Ulrich H. Schröder, Konrad Kohler, Hans-Eberhard Schaller, Dorothea Siegel-Axel, Wiener Medizinische Wochenschrift 5/6/2010

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