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Innere Medizin 1. Oktober 2006

Immunstimulierende rekonstituierte Influenza-Virosomen als Vehikel für optimierte Malaria-Antigene

Die Malaria verursacht nach wie vor Krankheit und Tod von Millionen Menschen pro Jahr. Die zunehmende Verbreitung gegen Malariamittel resistenter Parasiten und die verstärkte Insektizid-Resistenz der als Überträger fungierenden Stechmücken in Kombination mit der schlechten ökonomischen Situation vieler Malaria-endemischer Länder rücken die Entwicklung einer effektiven und kostengünstigen Malaria-Therapie und -Prophylaxe in den Vordergrund. Vakzine sind in der kosteneffektiven und wirksamen Bekämpfung von Krankheiten von zentraler Bedeutung und haben bereits bei vielen Infektionskrankheiten zu beachtlichen Erfolgen geführt, wie etwa zur Ausrottung der Pocken, zur weitgehenden Ausrottung von Polio und zur Abnahme von Masern und Diphtherie. Vakzine der nächsten Generation sollten auf spezifische Antigene fokussiert sein, anstatt ganze, inaktivierte oder attenuierte Pathogene einzusetzen, nicht zuletzt weil die Sicherheitsanforderungen der zuständigen Behörden zunehmend strenger werden. Jedoch sind "subunit" und vor allem Peptid-basierende Vakzine nur schwach immunogen, und Alum stellt ein suboptimales Adjuvans für rekombinante Proteine und synthetische Peptide dar. Deshalb ist die Entwicklung von Adjuvantien und Träger-Systemen, welche Protein- und Peptid-Antigene in geeigneter Konformation präsentieren und somit eine protektive Immunantwort fördern, von großer Bedeutung. In der vorliegenden Arbeit stellen wir einen neuen Ansatz in der Malaria-Impfstoffentwicklung vor – die Kombination von Peptid-basierenden Malaria-Impfstoff-Kanditat-Antigenen mit einem auf Influenza-Virosomen basierenden, immunstimulierenden Trägersystem.

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