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Innere Medizin 1. Oktober 2006

Genetische Immunisierung gegen das Zirkumsporozoitenprotein des Malariaerregers

Malaria ist weltweit die bedeutendste parasitäre Erkrankung, für die man dringend effektive Kontrollmaßnahmen benötigt. Trotz beachtlicher Anstrengungen konnte bisher kein erfolgreicher Impfstoff gegen Malaria entwickelt werden. Die Methode der genetischen Immunisierung eröffnet die Möglichkeit, Antikörper- und zellvermittelte Immunreaktionen gegen eine Reihe von Antigenen zu induzieren. Die Flexibilität der DNA-Vakzin Technologie ermöglicht die Kombination mehrerer Antigene aus verschiedenen Stadien des komplizierten Lebenszyklus des Parasiten in einem Impfstoff. Dieser Artikel behandelt die Entwicklung von DNA Impfstoffen gegen Malaria von anfänglichen Experimenten in Tiermodellen bis zu kürzlich durchgeführten klinischen Studien. Mit Fokus auf eines der am besten charakterisierten Kandidaten-Antigene, das Zirkumsporozoitenprotein, wird ein Überblick über Strategien zur Steigerung der Effizienz von DNA Vakzinen gegeben. Fortschrittliche Immunisierungsmethoden wie die Gene Gun Technologie oder ein nadelfreies System zur Injektion von Flüssigkeiten werden beschrieben. Da die genetische Immunisierung eine relativ junge Methode darstellt, werden Sicherheitsaspekte im Zusammenhang mit geplanten klinischen Anwendungen diskutiert. Zusammenfassend können DNA Impfstoffe daher als vielversprechendes Werkzeug für zukünftige Strategien zur Bekämpfung von Malaria betrachtet werden.

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