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Innere Medizin 19. März 2008

„Spannende Fragen der Forschungsentwicklung erörtern“

Dieser Tage erscheint bei SpringerWienNewYork erstmals die Zeitschrift memo – magazine of european medical oncology.
Die Ärzte Woche sprach mit dem Initiator und Chefredakteur Prof. Dr. Wolfgang Hilbe von der Medizinischen Universität Innsbruck über die Anforderungen an ein modernes Wissenschaftsmagazin und die Zukunft der Onkologie.

Viermal im Jahr wird sie erscheinen, die neue, in auffälliges Rot gekleidete Zeitschrift des Springer-Verlags mit dem schlichten Titel memo. Sie ist das offizielle Journal der Central European Cooperative Oncology Group (CECOG), die 1999 von Prof. Dr. Christoph Zielinski gegründet wurde, um klinische Onkologie-Zentren in Mittel- und Südosteuropa sowie in Israel für klinische Studien, aber auch für medizinische Fortbildung zu vernetzen. „Immerhin leben in diesem Raum mehr als 100 Millionen Menschen“, betont Prof. Dr. Wolfgang Hilbe, Initiator und Chefredakteur von memo, eine Expansion in den gesamten EU-Raum wird angestrebt. memo sieht Hilbe als „ideale Plattform für den Informationsaustausch unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Prägungen. Wesentlich ist dabei, dass memo in Englisch publiziert wird.“
Zudem gab es bisher in Österreich keine peer-reviewte Zeitschrift für Onkologie. memo will laut Hilbe unter anderem „spannende Fragen der Onkologie und Hämatologie erörtern und einen praxisrelevanten Überblick geben“, und zwar in Form von Editorials und Kommentaren, Reviews, Berichten und Fallstudien. Denn die größte Schwierigkeit, der sich Ärzte derzeit gegenüber sehen, sei, von der Datenfülle nicht überschwemmt zu werden und die Informationen aus Journalen, der Industrie, Fortbildungsveranstaltungen und Expertenmeinungen richtig zu bewerten.

Interdisziplinarität ist unumgänglich

Von der Onkologie wünscht sich der Innsbrucker Mediziner, dessen eigene Publikationsliste mehr als 60 Originalarbeiten, über 100 Abstracts und etliche Buchbeiträge umfasst, „eine Professionalisierung sowie Spezialeinrichtungen“. Freilich sei, um blinde Flecken aufgrund von zu starker Spezialisierung auszuschließen, die „Interdisziplinarität unumgänglich und ein Kampf zwischen den Fachdisziplinen zu vermeiden“. Auch die Hausärzte spielen laut Hilbe eine immer bedeutendere Rolle in der wohnortnahen Behandlung onkologischer Patienten.

Info: www.springer.com/springerwiennewyork/medicine/journal/12254

Elisabeth Tschachler-Roth, Ärzte Woche 12/2008

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