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Innere Medizin 1. September 2006

Erythema migrans nach Infektion durch Borrelia afzelii oder Borrelia garinii: Abhängigkeit des klini

ZIEL DER STUDIE: Untersuchung der klinischen Charakteristika von durch Borrelia Genospezies bedingten Infektionen bei Patienten mit Erythema migrans, bei denen die Diagnose der Borreliose durch PCR gesichert war. Zusätzlich sollten Faktoren untersucht werden, die das klinische Erscheinungsbild des Erythema migrans beeinflussen könnten. METHODEN: Diese Studie wurde in Südschweden von Mai 2001 bis Dezember 2003 an Patienten, die älter als 18 Jahre waren und die die Ambulanz wegen Erythema migrans aufgesucht hatten, durchgeführt. Alle Erythema migrans wurden durch PCR bestätigt, photographiert und als "annulär" oder "nicht-annulär" kategorisiert. Ein logistisches Regressionsmodell wurde zur Analyse von möglichen Zusammenhängen zwischen der Erscheinungsform des Erythema migrans (annullär oder nicht-annulär) und verschiedenen Faktoren, die die klinische Erscheinungsform beeinflussen könnten, angewandt. ERGEBNISSE: 118 Patienten, 54 Frauen (45,8%) und 64 Männer (54,2%), erfüllten die Einschlusskriterien. 74% der Patienten war mit B. afzelli und 26% mit B. garinii (p < 0,001) infiziert. Insgesamt waren 45% (38/85) der Erythemata annulär, 46% waren nicht-annulär und 9,4% wurden als atypisch eingestuft. Die Odds Ratios für Männer die mit B. afzelii infiziert waren, ein nicht-annuläres Erythema migrans zu entwickeln, lagen im Vergleich zu Frauen mit der gleichen Infektion bei 0,09 (95%; CI: 0,03–0,33). SCHLUSSFOLGERUNGEN: In dieser prospektiven Studie an einer großen Zahl von Patienten mit Erythema migrans, deren Genospezies durch PCR gesichert war, hatte das Geschlecht einen starken Einfluss auf die klinische Erscheinungsform des Erythema migrans bei B. afzelii Infektion. Die Patienten mit einer Infektion durch B. garinii hatten öfter nicht-annuläre Erythemata, die Infektion verlief virulenter mit häufigerem Fieber, häufiger erhöhten CRP Spiegel und positiver Seroreaktivität in der Genesungsphase.

Louise Bennet, Carl-Johan Fraenkel, Ulf Garpmo, Anders Halling, Mikael Ingman, Katharina Ornstein, Louise Stjernberg, Johan Berglund, Wiener klinische Wochenschrift

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