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Innere Medizin 1. Juni 2006

Seroprevalenz von IgG Antikörpern gegen Pertussis-Toxin in der slowenischen Population

HINTERGRÜNDE: Die Durchführung von Impfungen hat die durch Keuchhusten bedingte Morbidität und Sterblichkeit reduziert. Die Immunität nach der auf natürliche Art überwundenen Krankheit oder nach der Impfung hält nicht lebenslang. Reinfektionen kommen vor und verursachen die Entwicklung von Antikörpern gegen Keuchhusten. In dieser Studie wurde die Verteilung von Antikörpern gegen Keuchhusten in verschiedenen Altersgruppen in Slowenien untersucht. METHODEN: Wir untersuchten die Seroprevalenz von IgG Antikörpern gegen Pertusis-Toxin Bordetella pertussis (IgG-anti-PT) an 3418 Personen (49,1% Männer). Die untersuchte Population wurde in 27 Altersgruppen stratifiziert. Die serologischen Ergebnisse wurden je nach dem Titergrad in fünf Gruppen unterteilt. Es wurde der geometrische Mitteltiter (GMT) errechnet. ERGEBNISSE: Bei 11,5% der untersuchten Seren wurden keine IgG-anti-PT festgestellt. Hohe Titer (125 Einheiten/ml und höher) wurden in 2,3% der Seren vorgefunden. Zwischen den Altersgruppen gab es keine statisch signifikante Differenz in den Verhältnissen der verschiedenen Antikörpertiter. Kinder im Vorschulalter, Alter 3–5 Jahre, hatten den niedrigsten GMT der Antikörper gegen Pertusis-Toxin (9,6 Einheiten/ml – 10,7 Einheiten/ml). Die höchsten GMT (über 20 Einheiten/ml) wurden bei geimpften Kindern (Alter 1–2 Jahre) und bei Jugendlichen (Alter 17–18 Jahre) festgestellt. Die Differenz im geometrischen Mitteltiter der IgG-anti-PT zwischen Männern und Frauen war nicht statistisch signifikant. SCHLUSSFOLGERUNGEN: In der vorliegenden Studie wurde der schnelle Rückgang von IgG Antikörpern gegen Pertusis-Toxin nach der Impfung dargestellt. Entsprechend dem serologischen Profil treten die meisten Infektionen bei Schulkindern und bei Jugendlichen auf. Außerdem weist der hohe Anteil an seropositiven erwachsenen Untersuchten darauf hin, dass die Reinfektion mit Bordetella pertussis relativ häufig vorkommt.

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