zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 13. November 2007

Abnehmen gegen Krebs

Körperfett hat einen wesentlichen Anteil an der Tumorentwicklung. Daher sollten gezuckerte Softdrinks, Alkohol und Fleisch nur in Maßen genossen und Sport täglich betrieben werden.

Das Cancer Institute hat zwar keine neuen Studienergebnisse vorzulegen, verweist aber auf insgesamt 7.000 Krebsuntersuchungen der vergangenen fünf Jahre. Demnach liegt der gesunde Body-Mass-Index zwischen 18,5 und 25. Das Krebsrisiko steigt allerdings, je näher es bei 25 liegt. Grundaussage der untersuchten Studien war, dass das Körperfett einen wesentlichen Anteil bei der Entwicklung von Tumoren spielt. Die Studienautoren haben zudem eine Liste von Lebensmitteln erstellt, die nur in Maßen genossen werden sollten. Dazu gehören vor allem weniger als 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche, weniger Alkohol, weniger Schinken, Speck und andere verarbeitete Fleischprodukte wie etwa Würste und weniger gezuckerte Soft-Drinks. Weiters raten die Experten zum täglichen Trainieren.
Gewarnt wird vor der Gewichtszunahme ab dem 21. Lebensjahr. Hinzu kommt noch der Ratschlag, Kinder mit Muttermilch zu ernähren und auf Vitamin-Supplemente gegen Krebs zu verzichten. Diese Empfehlungen wären allerdings keine Gebote, schreiben die Forscher.

Krebsrisiko kann durch die Lebensweise beeinflusst werden

„Wenn Menschen Interesse daran haben, ihr Krebsrisiko zu verringern, sind diese Empfehlungen ernst zu nehmen“, erklärt Prof. Dr. Martin Wiseman, World Cancer Research Fund International. Krebs sei kein Schicksal, sondern eine Frage der Risikobewertung. Das eigene Verhalten spiele entscheidend hinein. „Es ist sehr wichtig, dass Menschen fühlen, dass sie das, was sie tun, auch selbst kontrollieren“, so Wiseman.
Die Studie sagt zwar, dass zwei Drittel der Krebsfälle gar nicht auf den Lebensstil zurückzuführen seien. Wiseman bleibt allerdings dabei, dass von den zehn Millionen Krebsfällen, die derzeit jährlich weltweit diagnostiziert werden, drei Millionen durch Lebensstiländerungen, wie sie in der Studie aufgezählt werden, verhindert werden könnten. Allein in Großbritannien werden jährlich 200.000 neue Krebsfälle diagnostiziert. Brust- und Darmkrebs treten besonders häufig auf. In den Untersuchungen wurde deutlich, dass bei beiden Erkrankungen das Körperfett eine wesentliche Rolle spielt.

Geschüttelt, nicht gerührt und in Maßen

Vom Aspekt der Krebserkrankung her, sollte auch der Alkoholkonsum deutlich eingeschränkt werden, sagen die Autoren der Studie. Andere wissenschaftliche Studien haben allerdings gezeigt, dass ein moderater Alkoholgenuss anderen Krankheiten vorbeugen kann. Daher soll die Tagesration nicht mehr als zwei Drinks für Männer und ein Drink für Frauen betragen. Von gezuckerten Softdrinks sollte generell Abstand genommen werden, schreiben die Autoren. Diese würden dafür sorgen, dass man dick werde. Das gilt auch für Fruchtsäfte.
Obwohl der wissenschaftliche Beweis für die gesundheitlichen Vorteile der Muttermilch fehlen, raten die Forscher dazu. Das Säugen verringere das Brustkrebsrisiko der Mutter und eine zukünftige Fettleibigkeit des Kindes.

Zusammenfassung der Ergebnisse:
www.dietandcancerreport.org

Quelle: Pressetext austria

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben