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Innere Medizin 12. September 2007

Stents: Beschichtet oder nicht beschichtet?

In der Vergangenheit hatte es Hinweise gegeben, dass mit Medikamenten beschichtete Stents (Drug Eluting Stents, DES) mehr späte Stent-Thrombosen verursachen als Metallstents (BMS).

Ein Studienergebnis aus Schweden weist nicht auf eine erhöhte Mortalität von DES-behandelten Patienten gegenüber unbeschichteten Stents auf. Eine weitere Auswertung mit Daten aus 14 Ländern ergab, dass Patienten mit akutem Herzinfarkt ein höheres Risiko eines späten Reinfarkts haben könnten. Die Kontroverse hält an.
„DES sind nicht gefährlich für stabile Situationen, doch nicht jeder Patient wird einen brauchen“, erklärt Prof. Dr. Kurt Huber. „DES sollten selektiv eingesetzt werden, wobei das individuelle Risiko eines Patienten für einen Wiederverschluss berücksichtigt werden sollte, ebenso wie seine Fähigkeit, blutgerinnselhemmende Medikamente zu tolerieren.“ Typische Indikationen für DES sind lange Verengungen und Gefäße mit einem kleineren Durchmesser bei stabilen Patienten.“

Quelle: B&K

Inge Smolek, Ärzte Woche 37/2007

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