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Innere Medizin 12. September 2007

Ungleiche Überlebens-Chancen

Die Konsequenzen nach einem Myokard-Infarkt sind für Frauen ungleich schwerwiegender als für Männer, berichtete Dr. Monica Masotti vom Thorax Institut in Barcelona, Spanien.

Die spanische Forschergruppe untersuchte 529 Patienten zwischen Jänner 2002 und Dezember 2006, an denen nach einem Herzinfarkt spätestens nach zwölf Stunden ein Kathetereingriff durchgeführt wurde. Davon waren 112 Frauen. Diese hatten mit 18 Prozent eine deutlich höhere Sterblichkeitsrate als die Männer, von denen acht Prozent verstarben. „Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die betroffenen Frauen öfter als Männer an Herzinsuffizienz litten und um durchschnittlich acht Jahre älter waren“, erklärte Dr. Masotti bei dem Kongress.
Die weiblichen Studienprobanden waren mit durchschnittlich 69 Jahren deutlich älter als die Männer (61 Jahre), hatten häufiger Diabetes (Frauen 32 Prozent, Männer 26 Prozent) und litten mit 15-prozentigem Anteil öfter an Herzinsuffizienz (Männer acht Prozent).

Quelle: B&K

Inge Smolek, Ärzte Woche 37/2007

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