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Innere Medizin 1. Mai 2006

Temozolomide bei progredienten malignen Gliomen nach Standardtherapie: Ergebnisse der österreichisch

HINTERGRUND: Chemotherapie bei Patienten mit hochgradigen Gliomen (HGG) wurde auch nach Veröffentlichung günstiger Daten und von zwei Metaanalysen kontroversiell diskutiert. Die vorliegende Anwendungsbeobachtung wurde durchgeführt, um die Behandlung von Patienten mit HGG mit Chemotherapie zu unterstützen. PATIENTEN UND METHODEN: 6 österreichische Zentren schlossen 43 Patienten mit histologisch verifizierten rezidivierten HGG ein. Zwölf chemotherapie-naive Patienten erhielten orales Temozolomide (Tmz) in einer Dosis von 200 mg/m2 einmal täglich an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, bei 26 Patienten, die unterschiedliche Erstlinienchemotherapien erhalten hatten, wurde eine Tagesdosis von 150 mg/m2 angewendet. Die Therapie wurde nach jeweils 28 Tagen insgesamt 6 Mal wiederholt. ERGEBNISSE: Einundzwanzig Patienten (52,5 %) erhielten 6 Zyklen Chemotherapie. Zwei komplette sowie 8 partielle Remissionen wurden erzielt. Einundzwanzig Patienten überlebten ein Jahr nach Therapiebeginn, 8 Patienten überlebten 3 Jahre. Folgende Toxizitäten wurden beobachtet: 3 Thrombozytopenien WHO Grad 4 und 35 Lymphozytopenien G3 und G4, diese führten weder zu interstitiellen Pneumonien noch zu stationärer Behandlung. Nicht-hämatologische Toxizitäten waren selten und von untergeordneter klinischer Bedeutung. Die Lebensqualität der Patienten konnte während der Behandlung aufrechterhalten werden. SCHLUSSFOLGERUNG: Diese Ergebnisse bestätigen die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Chemotherapie mit Temozolomide bei Patienten mit rezidivierten/progredienten HGG.

Marco Hassler, Michael Micksche, Günther Stockhammer, Josef Pichler, Franz Payer, Brigitte Abuja, Robert Deinsberger, Christine Marosi, Wiener klinische Wochenschrift

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