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Innere Medizin 1. März 2006

Einfluss von R-α-Liponsäure und Glutamin auf B-Lymphozyten und Gewebe-Glutathionspiegel bei experime

HINTERGRUND: Reaktive Sauerstoffspezies und eine verringerte antioxidative Kapazität spielen eine wichtige Rolle in der Modulierung des Immunsystems kritisch Kranker. Ziel dieser Studie war es, den Einfluss einer gemeinsamen oralen Zufuhr der Antioxidantien R-α-Liponsäure (LA) und Glutamin (GLN) auf das Immunsystem und den Glutathion-Stoffwechsel bei einer Endotoxinämie an der Maus zu untersuchen. METHODIK: Weibliche Balb/c Mäuse erhielten über einen Zeitraum von 10 Tagen Nahrungen, die mit GLN (3 g/100 kcal), LA (0.74 mg/100 kcal) oder einer Kombination aus GLN und LA angereichert waren, wobei eine isokalorische und isonitrogene Kontrolle als Vergleichsnahrung diente. Zweiundsiebzig Stunden nach der intraperitonealen Verabreichung von 25 μg Lipopolysaccharid am Tag 7 wurden Anzahl und Phänotyp der Lymphozyten aus den Peyer'schen Plaques und der Milz ermittelt. Zusätzlich wurde der Glutathion-Gehalt im Dünndarm, in der Milz und in der Leber gemessen. RESULTATE: Nur eine kombinierte Zufuhr von GLN und LA war in der Lage, die Gesamtzellzahl in den Peyerschen Plaques (+19%) zu erhöhen, was hauptsächlich auf einen Anstieg der B-Lymphozyten zurückzuführen war. In der Milz steigerten sowohl die LA (+17%) als auch die gemeinsame Gabe von GLN und LA (+22%) die Gesamtzellzahl. Der Glutathion-Gehalt des Dünndarms wurde durch LA erhöht, wohingegen GLN plus LA in der Milz am effektivsten war. SCHLUSSFOLGERUNG: Die gemeinsame Gabe von GLN und LA ist in der Lage bei experimenteller Endotoxinämie die Zahl sowohl systemischer als auch intestinaler Blymphozyten selektiv zu erhöhen. Weiters führte LA im Dünndarm zu einem Anstieg des GSH-Gehaltes, dem mengenmäßig am häufigsten vorkommenden intrazellulären Antioxidans. Auf Grundlage dieser Daten ist die Untersuchung einer gemeinsamen Gabe von LA und GLN in septischen Patienten zu empfehlen.

Barbara Wessner, Eva-Maria Strasser, Nicole Manhart, Erich Roth, Wiener klinische Wochenschrift

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