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Innere Medizin 1. April 2006

Stellenwert von Procalcitonin in der Differenzierung von typischer und atypischer ambulant erworbene

HINTERGRUND: Es wurde die Wertigkeit erhöhter Procalcitonin-Serumkonzentrationen in der Differenzierung der typischen von der atypischen ambulant erworbenen Pneumonie erhoben und diese mit anderen in der klinischen Praxis üblicherweise verwendeten Parametern verglichen. PATIENTEN UND METHODEN: 30 konsekutive erwachsene Patienten, die wegen einer ambulant erworbenen Pneumonie an die Abteilung für Infektionskrankheiten des Medizinischen Universitätszentrums Ljubljana aufgenommen wurden, wurden in diese prospektive Studie eingeschlossen. Nur Patienten mit gesicherter bakterieller Pneumonie nahmen an der Studie teil. ERGEBNISSE: Der Median der Serum Procalcitonin-Konzentrationen lag bei der typischen Pneumonie bei 7,64 ng/ml (Range: 0,26–63,16) und bei der atypischen Pneumonie bei 0,80 ng/ml (Range: 0,13–34,90). Nur der bei der Aufnahme erhobene Procalcitoninwert der Patienten beider Gruppen unterschied sich signifikant. Die Standard-Laborparmeter wie CRP, Leukozytenzahl, und unreife polymorphonukleäre Zellen diskrimierten nicht zwischen typischer und atypischer Pneumonie. Der Median der Procalcitoninwerte war signifikant höher bei Patienten mit Bakteriämie. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Bestimmung der Procalcitonin-Serumkonzentrationen kann nützliche zusätzliche Information bezüglich der Ätiologie einer Pneumonie geben und könnte daher einen wesentlichen Einfluss auf die intiale antimikrobielle Therapie haben.

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