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Innere Medizin 5. September 2007

Dick in Österreich

2006 wurden Fakten erhoben, die als Erster österreichischer Adipoistasbericht an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen. Kurzgefasst: Wir Österreicher sind viel zu dick und nehmen auch noch weiter zu.

In Österreich sind 20 bis 64 Prozent der Männer und 20 bis 40 Prozent der Frauen übergewichtig und drei bis 23 Prozent der Männer und zehn bis 25 Prozent der Frauen adipös. Das besagt der Erste österreichische Adipositasbericht1 aus dem Jahre 2006, über den Prof. Dr. Anita Rieder, Institut für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien, berichtete. Die Menschen im Osten Österreichs sind demnach „schwergewichtiger“ als jene im Westen, und vor allem bei Frauen weisen einkommensschwächere Gruppen eine besonders hohe Prävalenz im Vergleich zu hohen sozialen Schichten auf.
Übergewicht beginnt hierzulande schon früh: zehn bis 29 Prozent der Buben und sechs bis 42 Prozent der Mädchen sind übergewichtig, fünf bis elf Prozent der Burschen und drei bis vier Prozent der Mädchen sogar adipös.
Die Prävalenz steigt international und auch in Österreich. Bei den Stellungspflichtigen etwa waren 1985 noch 10,9 Prozent übergewichtig und 1,8 Prozent adipös. 2000 betrugen diese Zahlen 15,5 resp. 4,9 Prozent.
2004 wurden in österreichischen Krankenanstalten 5.839 Fälle mit der Hauptentlassungs­diagnose Adipositas dokumentiert. Tatsächlich wird Adipositas aber nur selten als Hauptentlassungsdiagnose gestellt, so dass die Dunkelziffer hier mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist.

1Downloadmöglichkeit als pdf im Internet unter www.alternmitzukunft.at .

Livia Rohrmoser, Ärzte Woche 36/2007

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