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Innere Medizin 15. Mai 2007

Wieder neue Hoffnung im Kampf gegen Aids

Nach Erfolgen der Grundlagen­forschung soll das von deutschen Wissenschaftlern entwickelte Peptid Virip-576 noch in diesem Jahr am Menschen getestet werden.

Virologen und Pharmakologen der Universitäten Ulm und Hannover haben einen Stoff entwickelt, gegen den das HI-Virus in Laborversuchen nicht resistent geworden sei. Die Hochschule Ulm wertete den im Fachjournal Cell veröffentlichten Forschungserfolg als „neue Hoffnung im Kampf gegen Aids“. Virip steht für „virus-inhibitorische Peptid“. Die Forscher haben 600 spezielle Peptide hergestellt und bei Nummer 576 die größten Hoffnungen. Virip-576 soll die Funktion eines Stoffes in der Hülle des HI-Virus blockieren. Dadurch könnte das Virus nicht mehr in menschliche Zellen eindringen. Noch in diesem Jahr wollen die Experten mit Tests am Menschen beginnen. „Die Grundlagenforschungen sind sehr erfolgreich verlaufen“, sagte der Hannoveraner Immunologe Prof. Dr. Reinhold E. Schmidt. Allerdings werde sich erst bei der Anwendung am Menschen zeigen, wie effektiv Virip wirklich sei. Schmidt dämpfte zugleich Hoffnungen auf ein Medikament, das den tödlichen HI-Virus besiegen kann: „Aids heilen wird aber auch Virip nicht können“, betonte der Professor: „Das kann kein Medikament.“

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