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Innere Medizin 6. November 2008

Update Aortenstenose

Neue Risikofaktoren bestimmt.

Innsbrucker Kardiologen und Radiologen konnten neue Risikofaktoren für die Aortenstenose bestimmen. Auch konnten die Forscher aufzeigen, dass eine Statintherapie die Progression der Krankheit nicht aufhalten kann.

 

In einer prospektiven, randomisierten sowie placebokontrollierten Studie an 47 asymptomatischen Patienten haben Innsbrucker Wissenschaftler die Risikofaktoren für eine Aortenstenose bestimmt und sind der Frage nachgegangen, ob eine Therapie mit Statinen die Progression der Krankheit aufhalten kann. Neben etablierten hämodynamischen Parametern (systolische Druckgradienten) stellte sich der Verkalkungsgrad, genau quantifiziert durch eine kardiale CT-Untersuchung, als wichtigster neuer Risikoparameter heraus. Weitere Risikofaktoren sind erhöhte Plasmakonzentrationen von NT-proBNP und ein erhöhter systemischer CRP-Wert.

Statintherapie und Progression

Entgegen den Ergebnissen retrospektiver Studien, die bei einer Statintherapie eine verlangsamte Progression der Krankheit gezeigt hatten, konnte festgestellt werden, dass Statine – üblicherweise als Cholesterinsenker eingesetzt – die Progression nicht aufhalten. Es zeigte sich ein schlechteres klinisches Outcome, als ursprünglich angenommen: Bei der Hälfte der untersuchten Patienten traten innerhalb von 2,5 Jahren neue Symptome auf, welche in der Regel den operativen Aortenklappenersatz nach sich zogen. n

MedUni Innsbruck/EM , Ärzte Woche

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