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Innere Medizin 14. Dezember 2006

Pneumologen sind Fortbildungs-Pioniere

Das neue DFP Curriculum Pneumologie vermittelt im Dreijahres-Rhythmus alle praxisrelevanten Informationen zum Management von Lungenerkrankungen.

Fortbildung hält das Wissen auf dem neuesten Stand. Die Fachgesellschaften aller Richtungen, aber auch andere Veranstalter bemühen sich, ihre Teilnehmer mit relevanten und aktuellen Informationen up to date zu halten. Schon heute gibt es ein großes Angebot an Fortbildungen, doch viele erfüllen die Kriterien der Unabhängigkeit und der Evidence Based Medicine nicht. Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) initiiert mit dem anlässlich ihres Jahreskongresses im November in Graz vorgestellten DFP-Programm als eine der ersten Gesellschaften ein komplettes und qualitätsgesichertes Fortbildungs­angebot.
Im DFP Curriculum Pneumologie werden praxisrelevante Informationen rund um das Management von Lungenerkrankungen in einem alle drei Jahre wiederkehrenden Rhythmus vermittelt. Das Veranstaltungsangebot wird durch alternative Lernmethoden und praktische Seminare bereichert.

Hohe Ansprüche an die Ethik und Qualität des Programms

„Wir haben hohe Ansprüche an die Ethik und Qualität des Programms gestellt. Nur unabhängige Experten können die relevanten Inhalte transportieren“, sagte Prof. Dr. O. C. Burghuber, Vorstand der 1. Internen Lungenabteilung, Otto Wagner Spital, Wien. Zu den Kernpunkten der Qualitätssicherung zählen, neben ausgewählten Referenten aus dem In- und Ausland, eine Evaluation der einzelnen Veranstaltungen durch DFP-Beauftragte der ÖGP und eine Förderung durch die Industrie ohne Einfluss auf die Inhalte.
„Das Angebot wird unvermeidlich durch die Finanzierung bestimmt sein. Der Grundsatz des ‚no conflict of interest’ steht dabei jedoch immer im Vordergrund“, stellte Burghuber klar: „Wir werden in einem dreijährigen Rhythmus alle relevanten Bereiche der Pneumologie mit klassischen Vorträgen, aber auch modernen Angeboten, wie Praxisworkshops oder Medienbeiträgen, fokussieren. Erstmals werden mit CMEasy innovative elektronische Lerntechniken via Internet und Handy in die Pneumologie Einzug halten.“
Hat ein Teilnehmer die Veranstaltungen des DFP-Programms absolviert, erwirbt er ein Diplom. Zudem sind die Angebote wie bisher mit DFP-Punkten akkreditiert. Der österreichweite Anteil von Ärzten mit einem Fortbildungsdiplom liegt gemäß einer Erhebung der Ärztekammer bei mageren 14 Prozent. Mit der Berufung eigener Fortbildungsbeauftragter und dem neuen Angebot will die ÖGP diesem Trend entgegenwirken. Burghuber: „Die beiden DFP-Beauftragten werden eine zentrale Rolle über die Fortbildungen hinaus spielen. Der Spitalsarzt Dr. Arschang Valipour, Wien, und der niedergelassene Pneumologe Dr. Robert Voves, Feldbach, sind Vertreter und Ansprechpartner aller Mitglieder bzw. Lobbys. Sie erheben den Informationsbedarf, koordinieren und prüfen regionale Veranstaltungen und gestalten das Programm der Kongresse. Der Erfolg der DFP-Fortbildung spiegelt sich letztlich in der Akzeptanz unserer Teilnehmer wider.“

Ansprechpartner: Dr. Robert Voves,
Facharzt für Lungenheilkunde, Feldbach, Tel.: 0 3152/3111,. E-Mail:

Dr. Alexander Lindemeier, Ärzte Woche 26/2004

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