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Innere Medizin 1. September 2008

Plötzlicher Herztod 43 Monate nach fulminanter Myokarditis und zweizeitiger Myositis bei Salmonella-

ANAMNESE UND KLINISCHER BEFUND: Ein 29-jähriger, bisher gesunder Mann kam nach einem primär unkomplizierten gastroenteritischen Infekt wegen akuter Myalgien mit hochfebrilen Temperaturen zur stationären Aufnahme. Innerhalb von 24 Stunden entwickelte sich ein lebensbedrohliches Zustandsbild mit einem katecholeminpflichtigen hämodynamischen Schockzustand und einer therapierefraktären anhaltenden ventrikulären Tachykardie. UNTERSUCHUNGEN: Echo- und elektrokardiographische sowie laborchemische Befunde waren vereinbar mit einer fulminanten Myokarditis und einer akuten Myositis. Serologisch und bakteriologisch wurde in der Folge eine akute Infektion mit Salmonellen der Gruppe D nachgewiesen. THERAPIE UND VERLAUF: Unter konservativer supportiver Therapie kam es innerhalb von wenigen Tagen zu einer Konsolidierung des Zustandsbildes. Abgesehen von einem – histologisch gesicherten – Myositisrezidiv nach vier Wochen blieb der weitere Verlauf unkompliziert und es zeigte sich sowohl klinisch als auch echokardiographisch eine vollständige funktionelle Remission. Dreieinhalb Jahre später verstarb der Patient plötzlich. Histologisch fand sich eine umschriebene narbige Myokardfibrose. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine fulminante Myokarditis stellt im Akutstadium eine lebenbedrohliche Erkrankung dar, die Prognose nach Ausheilung gilt aber als gut. In dem von uns dargestellten Fall sprechen viele Indizien für einen Plötzlichen Herztod als Spätkomplikation einer fulminanten Myokarditis bakterieller Genese.

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